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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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zu

von Decken -(unter a) An-

gar dreifachen 801 ) Verglafung und daher grofse Abfchwächung der Lichtftärke zurFolge hat, ift bereits oben aus einander gefetzt. Obgleich Decken- und Dachlichterweniger leicht dicht und rein zu halten find, als lothrcchte Fenfter, fo bietet dochder heutige Stand der Technik die Mittel zur Ueberwindung diefer und andererSchwierigkeiten.

In den Gemälde-Galerien Englands pflegen Seitenlichträume höchft feiten, da-gegen um fo mehr Deckenlichtfäle vorzukommen. Letztere find nicht minder fürAquarellbilder, als für Oelgemälde im Gebrauch und werden nicht hoch behängt.Dies ift befonders bei den Aquarellbildern, die ftets unter Spiegelglas verwahrt,daher dem Reflexlicht fehr ausgefetzt und kleineren Formats find, von Wichtigkeit.Auch im übrigen Ausland herrfchen die Bilderfäle mit Deckenlicht vor. In Deutfch-land wird mit Recht auf die Mitverwendung von Seitenlicht-Cabineten Werth gelegt.In erfter Linie gefchieht dies wegen der oben angegebenen Vorzüge; fodann weil dieAbmeffungen des Raumes zu denen der Kunftgegenftände, die darin zur Schau ge-bracht find, in einem gewiffen Verhältnifs flehen muffen. Ein Aquarell, ein minutiösausgeführtes kleines Oelgemälde verliert fich unter den grofsen Bildern eines langenund weiten Saales; es ift darin eben fo wenig am Platz, wie ein grofses Gemäldein einem Raum, der zu klein ift, um es in genügender Entfernung betrachtenkönnen.

Hinfichtlich der Bemeffung des Verhältniffes der Wandflächenlichtfälen und von Seitenlichträumcn find zu Anfang diefes Kapitelsgaben zu finden.

Für gröfsere Gemälderäume hat fleh auch die Erhellung mit einfeitigem Hoch-licht recht wirkfam und gut erwiefen. Sie ift befonders günftig, wenn die Licht-öffnung, ähnlich wie bei Ateliers, oberhalb der Wand fortgefetzt werden kann, inden Decken- und Dachraum einfehneidet oder das Deckengewölbe durchdringt

Die Seitenlicht-Erhellung herrfcht, wie bei allen Gebäudearten, auch beiMufeen überhaupt vor.

Die Bedenken, die in Art. 226 (S. 255) gegen mehrfenftrige Gemälderäumegeäufsert wurden, fallen bei Sälen anderer Sammlungen oft weg, wenn gleich auchhier deren Abfcheidung in einfenftrige Abtheilungen mittels Scherwänden meift vor-theilhaft ift. Für die Erhellung fehr tiefer Räume, welche unter den Gemälde-Galerien häufig angeordnet werden muffen (flehe Art. 186, S. 211) wird nicht feitendas von zwei gegenüber liegenden Seiten einfallende Licht gewählt, und für Hallen-bauten findet man mitunter im Mittelraum Deckenlicht, in den umo- e benden mehr-gefchoffigen Galerien Seitenlicht an allen Aufsenwänden verwendet. Störende Licht-erfcheinungen find alsdann unvermeidlich; fle können aber durch Einziehen vonScherwänden gehoben oder doch gemildert werden.

Die für alle Arten von Kunftfammlungen geeignete Beleuchtung ift das imvorigen Artikel für Gemäldefäle empfohlene einfeitige Hochlicht, zumal wenn esungefähr von Norden einfällt, nach Art der Atelier-Beleuchtung. Diefe Weife derLichteinführung bietet die meiften Vortheile des Deckenlichtes, ohne deffen Nachtheile mit fleh zu bringen B02 )# Wie bei diefem wjrd dje Einheitlichkeit der Licht d , egewahrt und die Blendung des Befchauers durch einen zu niedrigen Lichteinfall

230.

Einfeitiges1 lochlicht.

231.

Seitenlicht

bei

Mufeen

überhaupt.

301) Vergl. unter e, i.

302) Siehe den einfehlägigen Auffatz von TreuArchäologifchen Inftituts 1891, I, S. 3.

Handbuch der Architektur. IV. 6, d.

Archäol. Anzeiger, Beibl.

zum Jahrbuch des Kaiferl. deutfehen17