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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
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254
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254224 - Die Hellenlinien in Fig. 320 11. 321 veranfchaulichen ferner die rafche Ab-

Grundform; ' ,

Vcrfchicdenhcit. nähme der Belichtungsftärke der Cabmetswand nach der Rückwand zu. Um dielehinteren Wandtheile beffer zu erhellen, hat man neuerdings, aufser den in denvorigen Artikeln befprochenen Grundformen in Fig. 322 u. 323, folche mit ge-brochenen oder gekrümmten Seitenwänden nach Fig. 324 u. 325 erfonnen und an-gewendet.

Beim Bau der neuen Mufeen zu Berlin Collen die Cabinete nach Fig. 324 gestaltet werden. DieHinterwand gegenüber dem Fenfter bleibt wegen der Spiegelung ganz unbehängt. Die fchrägen "Wändefind für Miniatur- und .Schmuckbilder beftimmt.

Es leuchtet ein, dafs diefe annähernd unter 45 Grad gegen die Fenfterflächegerichteten Wandtheile ftärker erhellt fein werden, als folche, die rechtwinkelig oderbeinahe rechtwinkelig hierzu geftellt find. Gleiches gilt für die concav gekrümmtenWände, deren Neigungswinkel gegen die Fenfterfläche mit zunehmender Entfernungvon derfelben allmählich fpitzer wird; doch erfcheint die Anordnung nach Fig. 324viel einfacher und kaum weniger vortheilhaft, als die in Fig. 325.

Fig. 322.

i'ig- 323-

Fig. 324.

Fig. 325.

'V.

Grundformen von Gemälderäumen mit Scitenlicht.ca. 1/ieo n. Gr.

225.

Ebene

Scherwände.

Letztere Einrichtung ift im Kunfthiftorifchen Hofmufeum zu Wien und im neuen BraunfchweigerMufeum durchgeführt und foll fich gut bewährt haben. In beiden Fällen find Scherwände angewendet,während in den Galerien zu Berlin, Caffel, München u. f. w. die Seitenwandungen bis zur Decke geführtund gleich den anderen Seiten des Raumes mit dem durchlaufenden Deckengefims abgefchloffen find. JmWiener Hofmufeum find die Seitenlicht-Galerien 6,3 m hoch und durch diefe coneaven Scherwände auf dieHöhe von 3,5 m in Abtheilungen von G,o m Axenweite und 5,4 m Tiefe abgefchieden. In Braunfchweigbeträgt die Axenweite jeder Abtheilung nur 4,7 ,n , die Tiefe derfelben 5>2 m .

Ebene Scherwände von der Höhe der Behangfläche findet man nicht feitenbehufs Herfhellung einfenftriger Abtheilungen von vielfenftrigen Seitenlicht-Galerienangewendet. Letztere machen trotz diefer trennenden Wändchen den Eindruck eineseinzigen Raumes von anfehnlicher Ausdehnung.

Dies veranfehaulicht Fig. 341 (S. 271), welche einen durch Scherwände getheilten Gemäldefaal desneuen Kunftmufeums zu Lille darftellf" 7 ). Die Erhellung erfolgt durch zweifeitiges Hochlicht.

Die Scherwände pflegen aus Holz hergeftellt zu werden (fiehe auch Art. 240).Diejenigen Wandtheile, welche den Heizkörpern nahe kommen, muffen natürlichin folcher Weife angefertigt werden, dafs fie durch die Hitze nicht nothlcidcn.

Man hat mitunter die Bilderwände drehbar gemacht, um fie nach Beliebendem Licht zuwenden zu können.

Dies ift in der mit Seitenlicht erhellten Gemälde-Galerie der Akademie der bildenden Künfte zuWien der Fall. Die Galerie hat Fenfteraxenweiten von 3,35 m , eine Tiefe von 7,70 m und eine Lichthöllev °n 6,00 ">. Sie ift durch 4,oo m hohe und 5,oo m lange Scherwände abgetlieilt, die um ihre lothrechtenMittelaxen drehbar find (Fig. 326).

'"") Siehe die Befchreibi

ung unter e.