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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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251
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2Si

R =

hielten eine Lichtweite von 5,22 m an der Fenfterwand, von 3,22 m an der Hinterwand und eine Tiefe von6,34 m . Die Höhe diefer Gemälderäume beträgt 5,50 m , die des Fenfterfturzes 5,30 m über dem Boden 293 ).Hie Behangfläche beträgt aber nur ungefähr 3,00 m . Da die Brüftungshöhe der Fenfler durch die Ge-ftaltung der äufseren Architektur gegeben war, fo muffte das untere Drittel der Verglafung bis 2,20 müber dem Boden abgeblendet werden.

Im Alten Mufeum zu Berlin finden ficheinige Cabinete, deren eine Seitenwand fenkrechtzur Fenfterwand fteht, während die andere (wiein Fig. 319) fchräg hierzu gerichtet ift. Aufbeiden Seitenwandungen find in Fig. 320 u. 321behufs Veranfchaulichung der verfchiedenenHelligkeitsabflufung des Seitenlichtes die Liniengleicher Helle ermittelt.

Zur Conftruction der Hellenlinien dient wieder das inArt. 203 (S. 227) befchriebene AfeAmke'fche Verfahren.

Nach der demfelben zu Grunde liegenden Formel be-rechnet fich für einen beliebigen Punkt p der Wand der alsMafs feiner relativen Erhellung geltende Beleuchtungsraum zuyi cos cq -f- y 2 cos q 2 4" <P« cos a s + 94 cos «4

2 k '

_ cpi° cos q] -j- yo 0 cos g 2 + 9::° c °s a.:\ -\- 94 0 cos « 4

360° '

worin cpxi f2j <p3 u - 94 die Winkel find, welche die Seitender dem Punkt p zukommenden Lichtftrahlen-Pyramide ander Spitze einfehliefsen, und «i, a 2 , a 3 , a± die Neigungs-winkel der Ebenen diefer Winkel gegen die Wandebene be-zeichnen. Liegt der Punkt p oberhalb der Fenfterbank, fokommt ihm, wie bereits in Art. 219 (S. 248) erwähnt, alsBafis der Strahlenpyramide, nur derjenige Theil der Fenfter-öffnung zu, der oberhalb der durch p geführten wagrechtenEbene liegt.

Für die Wand A geben die beiden auf ihr fenk-rechten Seiten der Lichtftrahlen-Pyramide keinen Beitrag, weil die betreffenden Cofinus gleich Null find.Somit ift der Beleuchtungsraum

cp 1 °cos oq — cps° cos a?, 294 ).

7v> = 360°

Die Ermittelung von R mittels Conftruction, fo wie die Zeichnung der Hellenlinien erfolgt genaueben fo, wie in Art. 203 (S. 228) befchrieben und durch Fig. 287 bis 291 (S. 228 u. 229 295 ), fernerdurch Fig. 292 u. 293 (S. 230) verdeutlicht ift. Dem gemäfs find für eine Anzahl auf der Wand wagrechtgezogener Linien in verfchiedenen Punkten derfelben die Helligkeiten zu beftimmen, fodann in Fig. 320die gefundenen Lothe (welche die Mafse diefer relativen Helligkeiten angeben) im Grundrifs aufzutragenund die Endpunkte der Lothe durch Curven mit einander zu verbinden 296 ). Werden nun diefe Curvendurch eine Anzahl von zur Wand parallelen Ebenen gefchnitten, fo ergeben fich die Linien gleicher Helle.

Für die Wand B ift zu unterfcheiden, ob der Punkt der Wand, deffen Helligkeit beftimmt werdenfoll oberhalb oder unterhalb der Fenfterbank liegt. Im erfteren Falle wird die dem Punkt zukommendeStrahlenpyramide nach unten durch eine wagrechte Seitenebene begrenzt, deren Winkel «4, den fie mit

Cabinete des Alten MufeumsJ/ 150 n. Gr.

zu Berlin 292 ).

223.

Linien

gleicher

Helle.

293) Diefe Cabinete des Berliner Alten Mufeums, deren Länge und Tiefe durch die Raumverhältniffe des SckinkerfchenBaues bedingt waren, find (nach Merzenich's Mittheilungen) etwas zu eng; fie reichen bei einigem Andrang der Befuchernicht aus Auch können die um 2ni nach hinten convergirenden Seitenwände nicht hoch behangen werden.

294] Nach Fufsnote 258 (S. 228) eigentlich der Nebenwinkel von 03, deffen Cofinus aber gleich — cos « :} ift.

205) Anftatt des Seitenriffes in Fig. 289 u. 291 gilt hier der Grundrifs des Raumes.

296) Um möglichft ftark gekrümmte Curven zu erhalten, empfiehlt es fich, die Längeneinheit der ArchimedifchenSpirale recht grofs anzunehmen. Die zur Wand parallelen Schnittebenen, mittels welcher die Hellenlinien beftimmt find,werden am bellen in Ab (landen von ] i ]0 o der Längeneinheit der Archimedifchen Spirale angenommen. Dem entfprechend finddie Abftufungen der Helligkeit 0, 0 i, 0, 0 2 u. f. w , da der Beleuchtungsraum B R des ganzen Himmelsraumes gleich 1 gefetzt ift.