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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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2ig.

Wand-

erhellung.

LothrcchtcrSchnitt.

2) Sei ten licht und Seiten 1 ich träume.

Freies Himmelslicht, ungehemmt durch Hindernifie der Umgegend (gleich wiein Art. 200, S. 224 für Deckenlicht), wird auch für Seitenlicht vorausgefetzt. SeineVerwendung für Zwecke der Erhellung von Gemälderäumen kommt, aus den imerwähnten Artikel (S. 223) angegebenen Gründen, hier zuerft in Betracht.

In einem durch ein Fenfter feitlich beleuchteten Räume wird der Grad derHelligkeit, der jedem einzelnen Flächenelement der Wand durch unmittelbare Strah-lung zukommt, durch eine Lichtpyramide erzeugt, deren Spitze in dem betreffendenWandelement liegt und deren Grundfläche derjenige Theil der Fenfteröffnung ift,der oberhalb der durch die Spitze geführten wagrechten Ebene liegt.

Diefe Abgrenzung hat ihrenGrund darin, dafs kein unmittel-barer Lichtftrahl aus dem Freienvon unterhalb des Horizonts kom-men kann. Wagrechte Strahlenwerden bei vollkommen unbe-fchränktem, nicht durch Bäumeoder Gebäude der Umgebung ge-hindertem Lichteinfall noch mög-lich fein. Daher werden nur die-jenigen Punkte der Wandflächen,welche in gleicher Höhe derFenfterbrüftungs - Oberkante odertiefer als diefe liegen, als Bafisihrer Strahlenpyramide die ganzeFenfteröffnung haben (Fig. 312).Je höher der Punkt über derFenfterbrüftung liegt, defto kleinerift die Grundfläche der ihn be-leuchtenden Pyramide unmittel-barer Strahlen.

Mit diefer Einfchränkung laffen fich die Darlegungen über die Helligkeits-abftufung der Wandflächen mit Deckenlicht-Erhellung (flehe Art. 203, S. 227) imAllgemeinen auch auf die Seitenlicht-Erhellung übertragen. Während indefs dasDeckenlicht auf den 4 Seitenwänden des Saales annähernd diefelben Lichterfchei-nungen hervorruft, ift die Wirkung des Seitenlichtes auf die Hinterwand eines Cabinetsgegenüber dem Fenfter anders, als die auf feine Scheidewände. Die wechselndeMenge der Lichtftrahlen, fo wie die zu- und abnehmende Gröfse ihrer Einfallswinkelauf die Bilderflächen find in Fig. 312 u. 313 im Aufrifs und Grundrifs verdeutlicht. DiefeWinkel nehmen im Grundrifs auf den rückwärtigen Theilen der Scheidewände rafch ab,werden dagegen auf der Hinterwand wieder gröfser und gleichmäfsiger. Auf jeder der3 Behangflächen eines einfenftrigen Gemälderaumes liegt der abfolut hellfte Punktauf der Schnittlinie der Wand mit der wagrechten Ebene durch die Fenfterbrüftungs-Oberkante, und zwar auf der Hinterwand zugleich im Schnittpunkt der vorgenanntenWagrechten mit der durch die Fenfteraxe fenkrecht zur Wand gefällten Ebene.

Wagrechter

Schnitt.

Seitenlichtraum.

VlöO n. Gr.