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zug der Heizung aufgewirbelt, mitunter durch Schweifswaffer niedergefchlagen wird,macht den hellen Stoff des Velums bald fchmutzig und fleckig. Es erhält hierdurchein unfchickliches Ausfeilen, das bei fehr hohen Sälen weniger wahrnehmbar, inniedrigeren Sälen aber um fo unftatthafter ift.
Die unmittelbaren Sonnenftrahlen können, ohne die Bilderfäle diefen Mifs-ftänden auszufetzen, durch das Anbringen von Stoffgardinen oberhalb des Decken-fenfters abgehalten werden, welche vom Inneren des Raumes aus bewegt und in diegewünfehte Lage gebracht werden.
Letztere Einrichtung, welche in Art. 238 genauer befchrieben werden wird, ift fchon beim Umbauder Decken]ichtfäle des Alten Mufeums zu Berlin getroffen worden 287 ). In angemeffener Entfernung überder Deckenlicht-Verglafung find Vorhänge aus weifsem Neffeltuch wagrecht angebracht und werden vonden Saalecken aus mittels Schnüren und Führungsrollen nach Bedarf hin und her gezogen. Vor der Ein-richtung folcher Zugvorhänge oberhalb der Glasfläche waren mit Vela unterhalb des Deckenlichtes vieleVerfuche gemacht, zuletzt aber aufgegeben worden, als die genannten Uebelftände Geh immer wiedereinft eilten.
Fig. 311.
Fig. 309.
Blende
Anordnung von Blenden nach Bourdais ist ).
Die Anordnung von Blenden, die zwifchen Decken- und Dachfenfter oberhalbder Gemäldefäle anzubringen find, erfcheint zur nutzbaren Ablenkung und Zer-ftreuung der unmittelbaren Sonnenftrahlen in gewünfehter Richtung geeignet. DieBlenden werden aus mehr oder weniger durchfcheinendem Stoff angefertigt, derüber bewegliche Rahmen oder Rollen gefpannt ift. Je nach dem Grade der Ver-dunkelung, den man erzielen will, wird der Stoff von Florzeug oder Baumwollengewebe,bis zu dichtem Tuch, ausgewählt; auch Papier, Pappe, Leder kann hierzu benutztwerden. Die damit überfpannten Blendrahmen oder Rouleaux follen nach Bourdais 288 )mittels geeigneter Vorkehrungen je nach Bedarf verlängert oder verkürzt und leichtm diejenige Stellung gebracht werden können, welche man dem einfallenden Lichtzum Zweck wirkfamer, günftiger Erhellung der Bilderfläche geben will. Als Regelift angegeben, dafs der Neigungswinkel der in folcher Weife abgelenkten Licht-ftrahlen mit dem Horizont zwifchen 50 und 70 Grad betrage.
28 ') Siehe Merzmick't Befchrcibung in: Zeitfchr. f. Bauw. 1886, S. i 7 8.' Siehe: Gaz. des arch. 1869-70, S. 201.