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Fig. 306
find auch hier vor den oberen und unterenEnden der Behangflächen die unter 45 Gradeinfallenden Lichtftrahlen cd, c'd' und ie', b'egezogen.
Im Rembrandt-'aaxA deflelben Mufeumsift u. a. des Meifters grofses Gemälde »DieNachtwacht« in ähnlich wirkfamer Weife, wieim vorerwähnten Rottmann-SasX zu Münchenausgeftellt. Unter einem Velum von fchwerem,undurchfichtigem Purpurftoff im mittleren Theildes Saales (flehe den Plan unter f, 2) fteht derläefchauer im Dunkeln und fleht das Gemäldevon hellftem Licht überftrahlt.
Der völligen Verdunkelungdes Scheitellichtes wird meift eineDämpfung deffelben vorgezogen.
Magnus fchlug zu diefem Zweck1864 vor 280 ), dafs etwa im drittenFünftel der Höhe des Saales unterdeffen Deckenlicht ein Schirm XX'(Fig. 307) aufgehängt werde, dernicht aus lichtundurchläffigeni, fon-dern aus lichtdurchläffigem Stoffeund in leichter, zierlicher Form her-zuftellen fei.
Daffelbe Mittel in etwas anderer
Weife ift zur Milderung grellen
Lichtes bei vielen Kunftausftellungen
(in Paris 1867, in Berlin 1872 u. f. w.)
mit Vortheil angewendet worden.
Es befteht aus einem unterhalb
des Deckenlichtes ausgefpannten Velum von durchfeheinendem ZeugftofT (Fig. 308).
Allein für dauernde Benutzung bei eigentlichen Gemälde-Galerien erfcheint daffelbe
nicht o-eei°Tiet. Der Staub, der fich darauf ablagert und im Winter durch den Luft-
Querfchnitt eines Gemäldefaales im Reichsmufeumzu Amfterdam.
214.
Lichtfchirnic
und
Vorhänge.
Fig. 307.
Schirm nach Magnus.
Velum-Anordnung.
Fig. 308.
2Sü) Siehe: Zeitfchr. f. Bauw. 1864, S. 218