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niedrigen Schachtes ruht eine Laterne, die als fteile, abgeftumpfte Pyramide geftaltetzu fein pflegt und an fämmtlichen Seitenflächen, oft auch an den oberen Dach-flächen der Abftumpfung verglast ift. Diefer obere Theil der Laterne wird mituntervon Metall hergeftellt, damit (aus den in Art. 213, S. 242 näher auseinanderzufetzen-den Gründen) die lothrecht auffallenden Lichtftrahlen abgehalten werden, in dasInnere zu dringen.
Letzterer Art ift die bei der Alten Pinakothek zu München angewendete Conftruction in Fig. 294(S. 233). So niedrig hierbei der Lichtfehacht, bezw. der Dachraum gemacht wurde, fo trägt er doch zur grofsenVerminderung der Helligkeit nicht unwefentlich bei, welche wegen des fehr hoch gelegenen, verhältnifs-mäfsig kleinen Deckenfenfters entlieht. Dies erhellt ohne Weiteres aus der Zeichnung. Der Winkel derl.ichtflrahlenbündel erfcheint am oberen Ende der Behangfläche, wo er am gröfsten ift, 3 y 2 -mal kleinerals im Punkte/ beim 7W*-fchen Saal (flehe Fig. 285, S. 225), und am unteren Ende der Behang-fläche, wo d.efer Winkel am kleinften wird, ift er 6-mal kleiner, als bei e und d in Fig 285 (S 225")Auch die Neigungswinkel der Lichtftrahlen find hier ziemlich viel kleiner als dort. Das im Querschnittder Laterne (Fig. 294, S. 233) angegebene Dreieck des einfehneidenden Dachwerkes trägt, auch in derLängenrichtung des Saales zur Verminderung feiner Helligkeit bei.
Aehnlicher Art, wie in der Alten Pinakothek zu München, jedoch für geringere Saalbreiten ift dieDeckenbeleuchtung im neuen Kunftmufeum zu Bern, fodann beim Umbau des Ferdinandeums zumLandes-Mufeum zu Innsbruck 2 "). Doch find in Bern die Deckenlichter gleich den Dachlaternen verglast undim Verhältnifs gröfser bemeffen und niedriger gelegt, als in Fig. 294. In Innsbruck aber findet man dasMünchener Vorbild in verkleinertem Mafse in ziemlich denfelben Verhältniffen von Höhenlage und Weitedes Deckenlichtes zu der des Saales wiedergegeben , auch nur einfache Verglafung angeordnet. Sowohlliier, als in Bern feheint: die obere Abdachung der Laterne nicht mit Blech, fondern mit Glas gedeckt,alfo keine Scheitellichtverdunkelung bewirkt zu fein.
Eines der neueften hierher gehörigen Beifpiele ift die Deckenlicht-Laterne des 18S7 in Gebrauchgenommenen Mittelfaales {Central gallery) der National-Galerie zu London von Taylor (Fig. 301 u. 302 27ß VDie Conftructionstheile lind meift aus Holz, Dach- und Seitenflächen der Laterne aus Rohglas hergeftellt. Nurder äufsere Rahmen der oberen Abdachung ift verdunkelt; doch können die Sonnenftrahlen von denBildern abgehalten, überhaupt gar zu helle Beleuchtungseffecte durch Stoffvorhänge fehr gemildert werdendie von unten hin- und hergezogen, auch nach Bedürfnifs unter alle Glasflächen gefpannt werden können.'Das fehr reichlich bemeffene Licht ift von einheitlicher guter Wirkung 27 «).
Die Erhellung mittels folcher Dachlaternen gewährt den Vortheil, dafs dasLicht faft unmittelbar aus dem freien Aetherraum entnommen werden kann, wennDecken- und Dachausfchnitt entfprechend grofs bemeffen find und der verbindendeLichtfehacht beider Oeffnungen fehr niedrig gemacht ift. Für die äufsere Erfchei-nung des Gebäudes find diefe Glaspyramiden auf dem Dach allerdings nicht günftig.
Bei mehreren der im Vorhergehenden befchriebenen Deckenlicht-Einrichtungenhat man nur in der Dachöffnung eine Verglafung, nicht aber auch in der Decken- v «e la fangÖffnung eine folche angebracht. Diefes Verfahren ift namentlich in England faft ^un^dT"allgemein üblich und findet fich auch anderwärts mitunter in Gemäldefälen an- Dacnli cht es .gewendet. Daffelbe hat die Vortheile der gröfseren Lichtdurchläffigkeit, des rafcherenLuftwechfels im Sommer und der leichten Reinigung der Glasflächen, dagegen auchdie bekannten Nachtheile ungenügenden Schutzes gegen Kälte im Winter und gegendie Bildung von Schweifs waffer bei rafchem Witterungswechfel.
Aus diefen Gründen wird in kälterem Klima in der Regel, mit wenigen Aus-nahmen in ganz Deutfchland, über den Deckenlichtfälen fowohl die Deckenöffnuiuals auch die Dachöffnung verglast. Den hierdurch herbeigeführten Mifsftände...Ablagerung von Staub und Feuchtigkeit auf der unteren Verglafung, Schwierio-k e Jt
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'■"') Siehe: Allg. Bauz. 188t, Bl. 11; 1886, Bl. 43 — fo wie Kap. S.
278) Nac h gefälliger Mittheilung des früheren teehnifchen Attaches bei der deutfehen Botfchan zu London Her-Georg" Thür.
Handbuch der Architektur. IV. 6, d. jf .