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rechte zur Wand errichtet und aus dem Schnittpunkt / diefer Senkrechten mit derMittellinie des Saalquerfchnittes ein Kreis gcfchlagen mit dem Halbmeffcr fd, bezw.fe, gleich der Entfernung diefes Mittelpunktes von den Grenzen der Behangflächen.Falls die Höhenlage der Decke feft fleht, fo giebt die Sehne h i, nach welcher diewagrechte Deckenlinie den Kreis durchfehneidet, das Mafs der Deckenlichtweite.Oder wenn letztere beftimmt ift, fo ergiebt fich daraus die Höhe des Gemälderaumcs.Bei dem in Rede flehenden Saale des Alten Mufeums zu Berlin wurde fg =fc ge-macht, und in Folge deffen ift die Deckenlichtweite gleich der Höhe der Bc-hangfläche; alfo gleich 4,? ">; die Höhe der Lichtöffnung berechnet fich (wie inFig. 284) zu 7,88 "'.
Die auf diefer Sehne h i flehenden Periphcriewinkcl hei und hdi, welche dieStrahlenbündel am oberen und unteren Ende der Bchangfläche einfchliefsen, findeinander gleich, während die Winkel der Strahlcnbündcl, deren Spitzen zwifchen eund d liegen, von diefen Punkten aus nach einem etwas über der Mitte c liegendenPunkte p zunehmen.
Allein wenn auch von diefer Zunahme der Helligkeit abgefehen wird, fo wärees doch offenbar irrig, darauf zu fchliefsen, dafs bei folcher Bemeffung der Gröfseund Höhenlage der Lichtöffnung im Verhältnifs zur Bilderwand »faft jeder Punkt derletzteren gleich hell beleuchtet werde« 2r '°). Denn felbft bei völliger Gleichheit derWinkel der Strahlcnbündcl wächst doch nach dem auf S. 225 Gcfagten die Hellig-keit mit den Sinus der Einfallswinkel a und ß.
Eine auch nur annähernd gleichmäfsjgc Helligkeit der Behangfläche kann fchonAbihifung aus cliefem Grunde überhaupt nicht hervorgebracht werden. Die Lichtwirkung nimmtab und zu, und zwar nicht allein in der Höhenrichtung, fondern auch in der Längen-richtung der Bilderfläche. Denn offenbar wird der Grad der Helligkeit, der beigegebener Lichtöffnung jedem einzelnen Punkte der Wand zukommt, durch eineLichtpyramide erzeugt, deren Spitze das betreffende Wandclemcnt und deren Grund-fläche die Lichtöffnung ift. für jedes Element ergiebt fich fomit eine andere Licht-pyramide; die Grundfläche aber ift allen gemeinfam.
Schon auf dem Wege der blofsen Anfchauung kann man nun die Wirkungdiefer Lichtftrahlenbündel prüfen und daraus Folgerungen über die Abftufung derHelligkeit auf der Wandfläche ziehen.
Betrachtet man zunächft diejenigen Strahlenbündel, deren Spitzen alle auf der
lothrechten Mittellinie der Wandfläche (durch die Mitte des Deckenfenflers gezogen)
liegen, fo ergiebt fich ohne Weiteres, dafs von einem zu beftimmenden Punkte p>»
diefer Geraden aus die Helligkeit der Wand nach oben und unten abnimmt. Eben
fo verhält es fich auf jeder anderen Lothrechten derfelben Wand, auf der indefs der
hellfte Punkt nie die Lichtftärke von /»« erreicht. Zieht man fodann diejenigen
Lichtpyramiden in Vergleich, deren Spitzen auf irgend einer Wagrechten der Wand
mehr oder weniger von der Mitte entfernt liegen, fo findet man, dafs auch die
Helligkeit nach beiden Seiten zu gleichmäfsig abnimmt. Somit kommt dem Punkte/«"
Jer Gröfstwerth der Helligkeit zu, der für die Wandflächc unter gegebenen Um-
ftanden überhaupt entfteht, und die lolhrechte Mittellinie der Wand ift Axe der
ymmetne für die Curven gleicher Helle, die um den Punkt /»» gezogen werdenkönnen. ° &
Zeitfchr. f. Bauw. IS»*"! i a V " ] " ** E '" richtung ci " es Oberllchtfaale« in der Bllder-Galerle des alten Mufeums tu Ikrün.
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