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Mufeum zu Leipzig (Fig. 276 u. 2772373 beftand urfprünglich aus einer kleinerennach dem Entwurf Langes errichteten Anlage, die den Mittelbau des jetzigenMufeumsgebäudes bildet, wurde aber 1883—86 von Licht beträchtlich erweitert underhielt hierbei feine jetzige anfehnliche Geftalt.
Bei diefen beiden Beifpielen liegt die Treppe in der mittleren Reihe von Räumen, und zwar inFig. 274 u. 275 in der Hauptaxe des Bauwerkes, in Fig. 277 dagegen auf einer Seite diefer Mittellinie
Im Mufeum zu Weimar gelangt man durch eine an der Südfeite Geh erftreckende Vorhalle in dasErdgefchofs, welches Sculpturen und Gypsabgüffe enthält. Das Obergefchofs umfafft Gemälde, Hand-zeichnungen u. f. w. Im Sockelgefchofs finden fich die Gefchäftsräume der Verwaltung, Vorraths- undHeizkammern. Die äufsere, in Häuflein ausgeführte Architektur ift an den vier Seiten durch vorgelegte,mit Attika und Zeltdach bekrönte Eckbauten und an der Hauptfront durch die f,e verbindenden Bogen-hallen gekennzeichnet.
Beim ftädtifchen Mufeum zu Leipzig liegt der Eingang, gleich wie in den Dresdener und Frank-furter Galerie-Gebäuden , an der Nordfeite, die zugleich Hauptfeite des Haufes ift. Die neuen Anbautenumfaffen zwei durch Erdgefchofs und I. Obergefchofs reichende, glasbedeckte Höfe. Im Erdgefchofs iftder weltliche Lichthof mit den umgebenden Räumen dem Kunftverein zugetheilt, während der öftlicheLichthof und faft die ganze Reihe von Räumen der Südfeite von der Sammlung der Bildhauerarbeiten(meift Gypsabgüffe von italienifchen Werken des XIV. bis XVII. Jahrhundertes, von modernen Sculpturen
Fig. 276.Erdgefchofs.
Fig. 277.Obergefchofs.
Mufeum zu Leipzig- 37 ). — 7 1000 n - Gr.Arch. des Mittelbaues: Lange; Arch. des Um- und Neubaues: Licht.
und von deutfehen Werken des XIII. und XVI. Jahrhundertes) eingenommen wird. Das Kupferftich-Cabinet, 3 Räume für Aquarelle, Zeichnungen und Cartons, ein Raum für einige plaftifche Originale, Hähne?*Bacchanten-Fries u. f. w. reihen Geh linksfeitig dem Eingang und der Kleiderablage an. Das Obergefchofsenthält im achteckigen Mittelfaal Preller?, Odyffee-Cartons und in den übrigen, meift mit Deckenlicht er-hellten Räumen die Gemälde-Sammlung. Ueber den 9 mittleren Cabineten der Nordfront erftreckt fichein II. Obergefchofs, zu dem man von den beiden Seiten aus mittels geradläufiger Treppen gelangt undin welchem fich die grofse, von Lampe geftiftete Kupferftich-Sammlung befindet.
Die in Sandftein ausgeführten Facaden find im Stil der italienifchen Hoch-Renaiffance, deren wirkfameAusgeftaltung den Formen des vorhandenen Mittelbaues gefchickt angepafft ift, durchgebildet 238 ). DasMufeumso-ebäude hat reichen Ornament- und Figurenfchmuck und ift im Inneren mit Malereien geziert.£*ie Bildwerke find aus iftrifchem Kalkftein; die Haupttreppe ift aus Untersberger Marmor, fo wieiftrifchem Kalkftein her°-eftellt. Die Koften der Um-und Erweiterungsbauten betrugen rund 2000000 Mark.
Einigermafsen ähnlich den in Rede fliehenden Planbildungen ift ferner nochjene des Palaftes der fchönen Künfte zu Brüffel (Fig. 278 239 ). Er wurde von Balalerbaut und 1880 eröffnet.
237 ) Nach den von Herrn Stadtbaudirector Licht freundlichft zur Verfügung geftellten Plänen.23s ) Nach: Unger, J. Palaft der fchönen Künfte in Brüffel. Zeitfchr. d. oft. Ing.- u. Arch.-Ver. 18239 ) Lichtdruckabbildungen der Hauptfchautheile, fo wie des örtlichen Lichthofes in: Licht, H.Gegenwart. Berlin 1886—92. Bd. T, Taf. 7 u. 8.
5i, S. 151.
Architektur de
193-
Beifpiel
XX.