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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
216
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Der Unterfchied der Planbildung befteht hauptfächlich darin, dafs die Deckenlichtfäle, wie bereitsin Art. 212 (S. 186) betont wurde, an den Aufsenfeiten, anflatt in der Mittelreihe im Inneren des Haufes,liegen und dafs diefer ganze Mittelraum von der mit Deckenlicht erhellten Haupttreppe und deren Um-gangshallen eingenommen wird. Die Begrenzung der bebauten Fläche und die rechteckige Grundformvon 22,5 m Breite und 45,0 m Länge war durch die Richtung der Hauptftrafse (Alleeftrafse) und der darineinmündenden Seitenftrafsen gegeben. Wegen des nach Werten um 2 m abfallenden Bauplatzes wurde einhohes Sockelgefchofs angeordnet, das, aufser den erforderlichen Arbeitsgelaffen, den Schreinerwerkftättenund Jury-Zimmern , die Räume zur Verpackung und Verfendung der Kunftwerke enthält, durch befondereEinfahrten von der fiidlichen und nördlichen Langfeite zugänglich gemacht und durch einen Förderfchachtvon 4Xl m Grundrifsabmeffungen mit fämmtlichen Gefchoffen in Verbindung gebracht ift. Im füdöftlichenTheil des Sockelgefchoffes befinden fich eine Wohnung für den Caflellan, Keller für Brennftoff u. f. \v. DasErdgefchofs umfafft den nach Werten gelegenen, durch vier Scherwände abgetheilten Saal für die permanenteAusftellung der Düffeldorfer Künfller, an der Nord- und Südfeite Säle für Arbeiten des Kunfthandwerks,bezw. für Sculpturen , fo wie neben der Eingangshalle links zwei Gefchäfts- und Sitzungszimmer, rechtsdie Kleiderablagen und Zubehör. Die grofsen, 12 m tiefen Säle des Obergefchoffes haben eine Höhe von8,5 m, die fchmaleren Säle eine folche von 5,g m bis zum Deckenlicht. Im Aeufseren find Mofelfandfteine

Fig. 273.Erdgefchofs.

10 8 6 4 2 0 10 20 30 40 50

l-H-4-Hfh+H --------------f-------------- 1 --------------1-------------- 1 -------------- 1

Stät/erfches Kunftinftitut zu Frankfurt a. M. 23:> ).

Arch. : Sommer.

192.Beifpiel

Fig. 274. Fig

Nord.

275-

für die Architekturtheile, Verblend-Backfteine für die Flächenbekleidung und Niedermendiger Trachyt fürden Unterbau verwendet. Das Portal, zu dem man durch eine 2,5 m hohe Freitreppe gelangt, bildet einefaft 8 m weite Bogenöffnung, deren Giebelverdachung von Karyatidengetragen und mit reichem Schmuck- und Bildwerk ausgeftattet ift.

Zu den bereits in Art. 186 (S. 211) gekennzeich-xvi bis xix. neten Mufeumsgebäuden diefes dreireihigen Grundrifs-typus, welche den Eingang in der Mitte der Haupt-Langfeite haben, gehören das Dresdener Mufeum(Fig. 270 u. 271 234 ) und das StäM'fche Kunftinftitutzu Frankfurt a. M. (Fig. 272 u. 273 235 ), welche bei denbefonderen Beifpielen (unter f) erft befprochen werden,fodann die Mufeen zu Weimar und zu Leipzig.

Das Mufeum zu Weimar (Fig. 274 u. 275 23(r )wurde von Zitek 186368 erbaut. Das ftädtifche

------------------------- Erdgefchofs. Obergefchofs.

28 5) Nach: Frankfurt a. M. und feine Bauten. Frankfurt a. M. 1886. S. 147. Mufeum ZU Weimar 288 ).

m ) Nach: Baugwks.-Ztg. 1870, S. 22und: Deutfehes Bauhandbuch. Bd. II, J / 10 oo n. Gr -

Theil 2. Berlin 1884. S. 5,6. Arch. : Zitek.