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vorbauten der Süd- und Nordfeiten , io wie durch ftark vortretende Mittelbauten der Well- und Oftfeitenzum angemeffenen Ausdruck. Die Architektur i(l in würdigen, der italienifchen Renaiflance entflammendenFormen durchgebildet und in Sandflein ausgeführt.
Die neue Gemälde-Galerie zu Caffel wurde nach Plänen v. D e hn-Rolfe Ifer s,denen forgfältige Studien über die anderwärts begehenden Galerie-Gebäude voraus-gingen, 1871—77 ausgeführt (Fig. 268 232 ).
Auch hier, wie in den Münchener Pinakotheken, war die Lage des Einganges an der nordöfllichenSchmalfeite durch äufsere Umflände geboten. In gerader Richtung diefer Längsaxe ifl die Haupttreppeangeordnet. Die füdöflliche Langfeite des auf der Höhe über der Karlsaue gelegenen Gebäudes bildetdeffen Hauptfront. Sie wurde als folche durch zwei flügelartige Vorbauten an den beiden Enden, fo wiedurch eine fie verbindende Loggia von II mächtigen, durch jonifche Halbfäulen getrennten Rundbogen-fenftern im oberen Hauptgefchofs und durch ein Karyatiden-Portal in der Mitte des Erdgefchoffes gekenn-zeichnet. Letzteres ift nicht für den eigentlichen Gebrauch, fondern nur ausäfthetifchen Gründen angebracht. Die nach Nordwefl gerichtete hintere Langfeitebildet eine Reihe von Seitenlichträumen, welche alle, behufs Vermeidung von Re-flexen, in einer und derfelben Flucht liegen. Zur Erhellung diefer Cabinete dienenhohe und weite Fenfleröffnungen, die nicht, wie diejenigen der drei anderenSeiten, bogenförmig, fondern wagrecht überdeckt find und 2,09 m über dem Fufs-boden beginnen. Die drei Fronten jeder der beiden Eckbauten haben fchwachvortretende Mittelvorlagen, die mit flachen Giebeln bekrönt und mit Bildwerkgefchmückt find. Diefes, fo wie das Ornament find etwas dürftig, Gliederungund Simswerk faft zu fein gehalten. Die äufsere Architektur ifl in den Formenflrenger römifcher Renaiffance durchgebildet und in Sandflein, die Haupttreppein Marmor ausgeführt. Unter den in Fig. 268 angegebenen Räumen des oberenHauptgefchoffes, welche die Gemälde-Galerie umfaffen und nach dem dort an-gegebenen Rundgang durchfchritten werden, erflrecken fich im Erdgefchofs dieRäume der Sammlungen von Sculpturen und Gypsabgüffen, von Porzellan undFayence, von Arbeiten der Kleinkunfl und des Kunflgewerbes.
Die Kunfthalle zu Düffeldorf (Fig. 269 233 ), welche1878—83 nach Entwürfen von Giefe & Weidner ausgeführtwurde, gehört auch zu den dreireihigen Grundrifsanlagen mitEino-ano- an der Schmalfeite, unterfcheidet fich aber fonft wefentlich von den nachdem Vorbild der Münchener Pinakothek hergeftellten Galerie-Gebäuden.
Kunfthalle zu Düffeldorf.
Hauptgefchofs 233 ).
Ar eh. : Giefe £f Weidner.
190.
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XIV.
191.
Beifpiel
XV.
Fig. 270.
Fig. 271
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Mufeum zu Dresden 234 ).Arch.: Sempcr.
233) Nach: Deutfche Bauz. 1881, S. 303 — und: Architektonifche Rundfchau. Stuttgart. 1885, Tai. 77 u. 80.23-t) Nach: Die Bauten, technifchen und induftriellen Anlagen von Dresden. Dresden 1878. S. 165.