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Diefe Anordnung ift bei der National-Galerie zu Berlin, und zwar durch Erhellung der Obergefchofs-räume mittels Deckenlicht, getroffen, ferner beim Braunfchweiger Mufeum und hier mit Seitenlicht-Erhellungder Cabinete in beiden Obergefchoffen durchgeführt; letztere ftellt Fig. 260 224 ) dar.
Das Erdgefchofs kann der Tiefe nach einen einzigen, nur durch Pfeiler- oderSäulenftellungen getheilten Raum bilden, wobei das Licht von zwei Seiten einfällt,wie z. B. im Dresdener Mufeum (nach Fig. 261), oder durch eine Scheidemauer inzwei Theile abgetrennt fein, von denen meift der eine nördliches, der andere füd-liches Licht empfängt, wie z. B. im Erdgefchofs der Gemälde-Galerie zu Caffel (nachFig. 262), ferner in jenem des Mufeums zu Braunfchweig (nach Fig. 263^). Dieerftere Anordnung hat den Vorzug der Grofsräumigkeit und eines freien Ueber-blickes, die letztere den der einheitlichen Beleuchtung 22 *). Wenn diefe Scheide-mauer durch die Mitte der Gebäudetiefe unter den Deckenlichtfälen durchgeführtift, fo kann fie, wie in Fig. 263, zugleich für Zwecke der Heizung derfelben nutzbargemacht werden.
Fig. 261.
Fig. 262.
Fig. 263.
Dresden.
Erdgefchofs-Anordnung der Mufeen zuCaffel.
Braunfchweig 224 ).
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«09R7654321 0
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Diefer Grundrifstypus mit dreifacher Reihe von Räumen ift befonders in Deutfch-land verbreitet und kann, bei entfprechenden örtlichen Verhältniffen, als die ein-fachfte und vielleicht günftigfte Löfung der Aufgabe erachtet werden. Die hiernach aus-geführten Mufeen unterfcheiden fich hinfichtlich der Planbildung hauptfächlich durchdie Lage und Anordnung der Haupttreppe, fo wie des damit im Zusammenhangflehenden Hauseinganges.
Soll der Eingang in das Mufeum in der Mitte der Hauptlangfeite des Ge-bäudes ftattfinden, fo wird man gern den Verkehr in der hierdurch gegebenenAxenrichtung weiter leiten und die Treppe an der hinteren Langfeite anbringen.Ift letztere zugleich die Südfeite, fo kann man das Treppenhaus ohne Bedenkendarüber vorfpringen laffen und mit Verwaltungs- und Nebenräumen umgeben (z. B.Stade?fches Kunftinftitut zu Frankfurt a. M., Fig. 272 u. 273 226 ). Liegt die hintere
225) Vergl. die einfchlägigen Bemerkungen in Art. 204 (S. 171).
226) Diefer Grundrifs, fo wie die Pläne der Mufeen von Dresden, Weimar und Leipzig folgen in Fig. 270 bis 277.