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Angaben 214 ) derart bemeffen werden, dafs auf den einzelnen Abgufs im Durchfchnittrund 1,65 1 m Grundfläche und 2,5 l l m Wandfläche kommen.
Hierbei find von der Gefammtzahl der Abgtiffe die kleinen Bildwerke und Bruchftücke, die ver-hältnifsmäfsig wenig Platz beanfpruchen, abgezogen, dafür aber die Theile einer Gruppe als Einzelgeftaltenl)efonders gezählt. Dies ergab für die Sammlung des Albertinum zu Dresden die Zahl von rund2300 grofsen und mittelgrofsen Gypfen, welche auf rund 3800 l m Grundfläche und rund 5700 Q m Wand-lläche vertheilt find. Mithin entfallen auf 1 Stück die oben angegebenen Flächenmafse.
In manchen Fällen, namentlich in Sammlungen von Original-Sculpturen, beträgtder aufgewendete Raum beträchtlich mehr, nämlich für 1 Stück durchfchnittlich4,o l m und darüber. Die Wandfläche braucht dann gar nicht in Anfatz gebrachtzu werden, da diefe, wenn die Bodenfläche reichlich grofs ift, mehr Platz zu habenpflegt, als man zum Anbringen plaftifcher Werke bedarf.
Die Glyptothek zu München umfafft 336 Nummern Bildwerke, aufserdem ungefähr 80 nicht numerirteBruchftücke. Diefe Sculpturen find in 12 Sälen von zufammen 1440 qm Grundfläche vertheilt. Hiervonentfallen fomit auf i Nummer, zu der mitunter mehrere Figuren gehören, 4,25 qm Bodenfläche.
Aufsergewöhnlich kunftvolle Bildwerke werden nicht feiten für fich in einzelnenbefonderen Räumen aufgeteilt. Berühmte Beifpiele enthält insbefondere der inFig. 232 u. 233 (S. 177) dargeftellte Statuenhof im Belvedere des Vatican zu Rom.
In folchen und ähnlichen Fällen kann die Gröfse des Raumes überhaupt nichtnach Quadr.-Metern bemeffen werden.
4) Altert hü m er. Die einzelnen Stücke find zu mannigfaltiger Art und vonzu verfchiedener Gröfse, als dafs nach ihrer Zahl ohne Weiteres das Raumerfordernifsfeft geftellt werden könnte. Für gröfsere, frei im Raum oder längs der Wändeflehende Gegenftände kann die Bodenfläche, für flache, an den Wänden zu befeftigendeArbeiten die Behangfläche und für kleine, kofibare, in Glasfehränken ausgcftellteErzeugniffe das Längenmafs diefer Schaukaften (bei gegebener Tiefe und Höhe der-felben) veranfchlagt werden.
Hierfür geben theils die vorhergehenden Anfätze unter 1 bis 3, theils diejenigen, die für kunft-gewerbliche Mufeen (in Kap. 5) gemacht werden, ausreichende Anhaltspunkte.
5) Für Münzen und Medaillen können, in fo weit fie in Schaukaften aus-gelegt find, auf 1 q m der unter Glas und Rahmen gebrachten Fläche 400 bis 450 Stückgerechnet werden.
Ueber diefe und andere Einrichtungen zur Aufbewahrung der Münzen, fo wieüber Schaukaften für fonftige kunftgefchichtliche Gegenftände ift Näheres unter c, 3diefes Kapitels zu finden.
6) Waffen fam ml ung. Zur Bemeffung des hierfür erforderlichen Raumesdienen die folgenden Ermittelungen über die einfehlägigen Verhältniffe im Kunft-hiftorifchen Hofmufeum zu Wien.
Die darin befindliche Waffenfammlung des öfterreichifchen Kaiferhaufes zählt rund 1600 Nummern,wovon ungefähr 1000 Nummern in 49 Schaukaften und 8 Pulten verwahrt find. Etwa 400 freiflehende Stücke haben ihren Platz theils an Pfeilern oder Säulen, theils längs den Wänden, und dieübrigen 200 find in vier Gewehrge(teilen enthalten. Diefe ganze Sammlung ift in 12 Sälen vertheilt,die zufammen rund 1100<l m Bodenfläche meffen. Aufserdem find an Wänden und Decken nicht numerirteGegenftände, als Fahnen, Schwerter, Spiefse, Helmbarte, Helme u. dergl. angebracht.
Wird von diefen nicht numerirten Stücken abgefehen, fo kommen auf 100 qmFufsbodenfläche rund 100 Gegenftände in Schaukaften und 55 ganz frei oder anden Wänden flehende Stücke.
166.
Alterthümer.
167.
Münzen
und
Medaillen.
168.Waffen.
-H) Siehe- Treu, G. Sammlung der Abgüffe im Albertinum zu Dresden. Jahrbuch des Kaiferl. deutfehen Archäologi-fchen Inftituts, Bd. VI (1891), Beibl., S. 2.