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□aufs. Die Verwaltungsräume und die Ausleihe find mit den Vorräumen und den Leferäumen in nichtbefonders zweckmäfsiger Weife verbunden.\ o6 : Von der Bibliothek Ste.-Genevieve zu Paris, 1843—50 durch Labrouße er-
n. baut, wurde in Fig. 184 (S. 125) der Grundrifs des Obergefchoffes, welches dengrofsen Lefefaal enthält, in Fig. 62 (S. 57) der Grundrifs des im Wefentlichenals Büchermagazin dienenden Erdgefchoffes und in Fig. 185 (S. 126) ein Querfchnittdurch den ganzen Bau mitgetheilt; in letzterem ift auch die grofse, reich gezierteEingangshalle erfichtlich.
Die Büchergerüfte reichen vom Fufsboden bis zur Decke ununterbrochen hindurch und werdendurch Schiebeleitern von 1,86 m unterer Länge, 0,65 m Breite und 2,20 m Höhe (flehe Fig. 137, S. 104)erftiegen, welche parallel zu den Gerüften geführt werden. Die vier Rollen der Fiifse haben 6,6 cmDurchmefler und find aus Holz angefertigt; die beiden den Gerüften zunächft befindlichen Rollen laufenauf einein Winkelcifen, die beiden anderen auf dem Gypsfufsboden. Oben hat die Leiter eine gabelförmigeFührung, welche über den Sehenkel eines Winkeleifens fafft. Für jedes Büchergerüft ift eine befondereFahrleiter nothwendig.
Der Lefefaal diefer Bibliothek wurde bereits in Art. 89 (S. 127) befchrieben. Die Verbindungdeflelben mit den darunter gelegenen Bücherräumen ift durch zwei kleine Wendeltreppen hergetlellt,welche für die Bedienung unbequem find. Die Verwaltungsräume find in einem Nachbargebäude unter-gebracht. Von den Ausftellungsfchränken war in Art. 78 (S. 109) die Rede.
Die gefammte Anordnung diefes Bibliothekgebäudes ift eigenartig; doch ift fowohl im Erd-, wie imObergefchofs der Raum ungenügend ausgenutzt und für einen leichten Verkehr nicht ausreichend geforgt.In Folge der räumlich wenig fparfamen Anlage des Lefefaal es war es nicht möglich, in demfelben Ge-fchofs noch befondere Bücherräume zu befchaffen. Das Facadenfyftem wurde in Fig. 83 (S. 71) mitgetheilt.
IQ 7 Die Bibliothek des Britifh Mufeutn zu London bildet einen Theil fämmt-
Beifpiel
in. lieber Staatsfammlungen Englands, welche in 12 Abtheilungen zerfallen. Von dem infeinen alten Theilen 1827—47 ausgeführten Gebäude, welches einen grofsen Theil dieferSammlungen zur Zeit beherbergt, ift auf der Tafel bei S. 64 der Grundrifs des Erd- undZwifchengefchoffes dargeftellt, und es wird von diefem Bauwerk noch unter B (in Kap. 8)die Rede fein; die Räume, welche der Bibliothek angehören, find durch Schraffirunggekennzeichnet. Der grofse Binnenhof wurde, als das Bedürfnifs, die Räumlichkeitenzum Unterbringen der Bücher zu vergröfsern und einen grofsen Lefefaal zu be-fchaffen, immer dringlicher geworden war, dazu benutzt, um einen grofsen Er-weiterungsbau dafelbft zu errichten (fiehe Art. 45, S. 6^). Der Urheber diefesGedankens war der damalige Oberbibliothekar Panizzt; der Entwurf rührt vom Er-bauer des Britifh Mufeum, Robert Smirke , her, und nach deffen Tode leitete dieAusführung fein Bruder Sidney Smirke\ der Erweiterungsbau wurde 1856 vollendet.Ein ganz neuer Flügel wurde feit 1879 am füdöftlichen Theile des Gebäudeserrichtet; derfelbe enthält hauptfachlich die für Manufcripte, Zeitfchriften, Parlaments-fchriften etc. beftimmten Räume.
Die Bibliothekräume der urfprünglichen Anlage umfaflen im Saal 4. die Bibliothek des Thomas Gren-ville (20 240 Bände), die Säle j für Manufcripte und in dem ausdrücklich für feinen Zweck erbauten undeingerichteten Saal 6 die King's library^ eine von Georg III. gefammelte und von Georg IV. der Nationgefchenkte Sammlung von 80000 Bänden (fchöne und feltene Ausgaben). Die urfprüngliche Ausftattungaller diefer Räume ifl noch jetzt im Gebrauch und zeigt an den Wänden aufgeftellte Büchergerüfte,welche durch Leitern erftiegen werden.
In einem Abftande von 8,2, bezw. ( ,,),o m von den UmfafTungsmauern des grofsen Binnenhofes ift derErweiterungsbau errichtet. Mittelpunkt deflelben ift der neu gefchafifene Leferaum, als Kuppelfaal von42,G7 m Durchmefler und 32,80 m Höhe geftaltet; derfelbe wurde in Art. 89 (S. 125) bereits befchriebenund durch Fig. 181 bis 183 (S. 123 u. 124) des Näheren veranfehaulicht.
Die Conftruction und Einrichtung der ihn umgebenden, nach dem Magazinfyftem ausgeführtenBücherräume ift originell und zweckentfprechend. Die Entfernung zweier Büchergerüftreihen beträgt 2,41 mvon Mitte zu Mitte. In Höhenabftänden von 2,44 m find über einander 3 Zwifchenböden angeordnet; die-