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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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zu Lolchen Stellen der Kellerfohle geleitet, an denen fich bei Ausführung der Gründungsarbeiten Quellengezeigt hatten; an (liefen Stellen wurden die kupfernen Erdplatten eingefenkt 138 ).

Für ausgiebige Feuerlöfch-Einrichtungen, und zwar eben fo in der unmittel-baren Umgebung der Bibliothek und am Gebäudeäufseren, wie im Inneren ift Sorgezu tragen.

In neuerer Zeit wurden in ausgedehnteren Anlagen auch Fernfprech-Einrich-tungen ausgeführt, welche die wichtigeren Räume mit einander in Verbindung fetzen.

e) Beifpiele.

i) Staats- und Landesbibliotheken.

Im Vorhergehenden wurde bereits einer gröfseren Zahl von Staats- und Landes-bibliotheken gedacht, fo der Königl. Bibliothek zu Berlin in Art. 53 (S. 52), derNational-Bibliothek zu Wafhington in Art. 46 (S. 6S), der Kaiferl. öffentlichenBibliothek zu St. Petersburg in Art. 43 (S. 55), der Herzogl. Bibliothek zu Wolfen-bütte] in Art. 46 (S. 66) u. 50 (S. /6) } der Bibliothtque Royale zu Brüffel in Art. 72(S. 102) u. yj (S. 108) etc. Im Nachgehenden feien einige folcher Bibliotheken,von denen indefs auch fchon mehrfach die Rede war, etwas eingehender vorgeführt,und zwar nach der Zeit geordnet, in der fie erbaut worden find.

Die Hof- und Staats-Bibliothek zu München, von der bereits in Art. 43(S. 52) die Rede war, nimmt die beiden Obergefchoffe des von v. Gärtner 183243errichteten Baues ein, in deffen Erdgefchofs das Reichsarchiv untergebracht ift.Letzteres wurde bereits im vorhergehenden Kapitel (Art. 31, S. 34) vorgeführtund dabei auch fchon die gefammte Anlage in ihren Hauptzügen befchrieben. DerGrundrifs des I. Obergefchoffes ift in Fig. 58 (S. 55) mitgetheilt; das IL Ober-Refchofs enthält faft nur Bücherfäle; Fig. 201 giebt einen Querfchnitt durch dieBücherräume. An diefer Stelle ift noch das Nachftehende hinzuzufügen.

Mit einer florentinifchen Palaft-Facade in grofsen Verhält-niffen ausgezeichnet, iiinfchliefst das Gebäude zwei grofseBinnenhöfe. Die Verwaltungsräume ftofsen unmittelbar an dasin der Hauptaxe angeordnete, grofsartig entwickelte Treppen-haus. Die Bücherfäle, welche über 1300000 Bände umfaffen,find fehr weiträumig. Wegen ihrer bedeutenden Höhe von 8 nifind in denfelben zwei hölzerne Galerien über einander ange-ordnet, welche an allen Wänden herumlaufen (Fig. 201). DieTreppenverbindungen befinden fich jedesmal zwifchen zwei Sälenan einer Seite der maffiven .Scheidewände, verkleidet durch dieBüchergerüfte. Da die Galerien eine Höhe von nur 2,2 mhaben, find Leitern nicht nothwendig. Der räumliche Eindruckder Bücherfäle ift licht und grofsartig.

Da die Büchergerüfte nur an den Umfaffungswändenaufgeftellt find, ift die Anlage eine fehr weiträumige gewor-den, die Raumausnutzung eine ungünftige und der Betrieb er-fchwert.

Der Lefefaal erhält, ungeachtet feiner ziemlich grofsenTiefe, das Licht nur von einer Seite, fo dafs er nicht aus-reichend beleuchtet ift; auch ift feine Lage keine genügend ab-gesonderte, weil er gleichzeitig als Durchgang nach den feitlichenFlurgängen und nach den Beamtenzimmern benutzt werden

Fig. 201.

105.Beifpiel

Hof- und Staats-Bibliothek zu MünchenQuerfchnitt. '/öüO n - Gr -

Arch.

13 *) Nach ebenda f.