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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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Von den Fufsböden in den Lefefälen war auch fchon unter c, 3 (Art 81S. 110) die Rede.

Bei vielen Bibliotheken findet der Betrieb nur bei Tageslicht ftatt, zum Theileum die durch die Einrichtungen für künftliche Beleuchtung bedingte Feuersgefahrzu vermeiden, zum Theile defshalb, weil man das.Beamtenperfonal vermehren muffte.Um indefs in weit gehendfter Weife die Benutzung von Bibliotheken zu ermöglichen,werden dieselben mehrfach, namentlich zur Winterszeit, auch des Abends zugänglich ge-macht; alsdann find Anlagen für künftliche Erhellung erforderlich. Früher war eshauptfächlich die Gasbeleuchtung, welche in folchen Fällen eingeführt wurde, wie in derBibliothek Ste .-Genevieve zu Paris, der Bibliothek des New record office zu London undder Guildhall library of the City of London- etc. Gegenwärtig wird wohl die elektrifcheBeleuchtung allein in Frage kommen, welche denn auch fchon feit längerer Zeit inder Bibliothek- des Britifh Mufeum zu London, in der Bibliotheque nationale zuiaris, in der Königl. Bibliothek zu Berlin und in manchen anderen Bibliotheken imBetrieb ift. Die 188891 erbaute Univerfitäts-Bibliothek zu Leipzig wurde mitGasbeleuchtung verfehen, allerdings nur im Lefefaal, im Treppenhaus und in denFlurgängen.

Im Allgemeinen ift die künftliche Beleuchtung für die Bibliotheken, insbefondere für die zur Auf-hellung von Büchern dienenden Räume, nicht günflig. Leuchtgas fchadet, weil es die Temperaturerhöht, den Einbänden. So fand eine von der öffentlichen Bibliothek zu Birmingham eingefetzte Com-miffion, dafs Leder, welches der unreinen Luft eines Rauchzimmers ausgefetzt war, in dem iooo StundenOas gebrannt worden, bedeutend gelitten hatte, indem deffen Ausdehnbarkeit von 10 auf 5 Procent ver-mindert war, während der Druck, den es ertragen kann, im Verhältnifs von 35 : 17 herabgegangen war 135 ).Allein auch das elektrifche Licht icheint nicht ohne Nachtheile zu fein. Wiesner will gefundenhaben, dafs daffelbe eine Vergilbung des Papiers, die auf einem Oxydationsvorgang beruht, herbeiführt 130 ).

Unter allen Umftänden find die Ein- und Zugänge, die Treppen und Gängemit Einrichtungen für künftliche Beleuchtung zu verfehen, um diefelben im Falleder Gefahr in Betrieb fetzen zu können.

In der Münchener Bibliothek find zu diefem Ende auf den Flurgängen und Treppen, in der Nähe«er Feuerhähne, Rüböllampen angebracht, die allwöchentlich bezüglich ihrer Betriebsficherheit geprüftwerden.

In der Univerfitäts-Bibliothek zu Göttingen find auf den Treppen Rüböllampen und auf denDachböden Laternen mit Stearinkerzen angebracht.

Für vorkommende Zufälligkeiten empfiehlt es fich, zur Benutzung innerhalbder Bücherfäle und auf den Dachböden Sturmlaternen an paffender Stelle bereit zuhalten, nach Art der bei den Feuerwehren im Gebrauch befindlichen.

Wie fchon mehrfach angedeutet wurde, ift zur guten Erhaltung der Büchereine reichliche Lufterneuerung, fo wie eine möglichft gleichmäfsige Temperatur er-forderlich. Dabei ift es wichtig, für eine thunlichft ftaubfreie Luftzuführung zu forgenund ein Heizverfahren zu wählen, welches die Entwickelung von Staub möglichftausfchliefst.

Die für das Publicum und für die Verwaltung beftimmten Räume bedürfenunbedingt einer Heizungseinrichtung. Ob auch die Bücherräume im Winter erwärmtwerden follen, hängt von örtlichen Verhältniffen und von der Benutzungsart derbetreffenden Bibliothek ab.

In Rückficht auf die Heizung der Bücherräume erweifen fich Büchergefchoffe

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KiinfllicheBeleuchtung.

103.Lüftung

undHeizung.

13; '-) Sielie: Centralbl. f. Bibl. 1888, S. 551.

1;iG ) Siehe hierüber: Cowel, P. Electric lighting in public Ubraries. London 1883. Vergl, auch: KÜSTER. Ver-wendung des elektrifchen Lichtes zu Zwecken der Kunft- und Untcrrichtsverwaltung. Centralbl. d. Bauverw. 18S5, S. 185.

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