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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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Vom Zettelkatalogfchrank in der Univerfitäts-Bibliothekzu Göttingen.

Fi S- 20 °- Ausführung gekommen (Fig. 200),

indefs mit der Abänderung, dafsein Verfchlufs der Kalten not-wendig wurde.

Die Schiebekaften haben einedoppelte Rückwand erhalten; an der Unter-fläche des Zwifchenbodens fitzt bei b eineStahlfeder, welche beim Herausziehen desKaftens gegen die hintere Rückwand drücktund das Herausfallen deffelben verhindert.Biegt man von unten her die Feder mit derHand nach oben, fo kann man den Kartenganz herausziehen. Bei a find Einreibermit Dorn und Auffteckfchlüffel angebracht,durch welche der Kaftenverfchlufs bewirktwird. Bei c find zu gleichem Zwecke, wie in Fig. 199, Einfchnitte in den Seitenwänden der Karten vor-handen.

Da fowohl das Buch-, wie das Zettelfyftem wesentliche Vortheile, aber auchwelentliche Mifsftände zeigt, fo war man vielfach bemüht, eine Katalogform zu finden,welche die Vorzüge der beiden genannten Sylteme vereinigt und damit die Mängelderfelben von felbft vermeidet.

Dies fcheint zuerft in holländifchen Bibliotheken in der Weife erftrebt worden zu fein, dafs mandie Zettel mit einer Art Einbanddecke fo in Verbindung brachte, dafs fie jederzeit gelöst und heraus-genommen, bezw. eingelegt und befeftigt werden konnten; als Befeftigungsmittel wählte man Fäden,welche durch in den Einbanddeckeln und Zetteln angebrachte Einfägungen oder Löcher gewunden odergezogen wurden. Den gleichen Zweck verfolgen das Syftem Sacconi, welches anftatt der Fäden Schraubenhat; ferner die franzöfifchen reliures de fureti und das Zettelkartenfyftem Bonnange, beide mit Schraubenohne Ende und Schlüffel; weiters das Kaftenfyftem Staderini mit Metallzahnftab, Feder und Schlüffel;endlich das Kaftenfyftem mit durchlöcherten Zetteln und durchgefteckten Metallftäben, welches z. B. inder Bibliothek Ste.-Genevüvc zu Paris und der GuilJhall liörary zu London angenommen ift etc.

Indefs bedingen die meiften diefer Sylteme eine verhältnifsmäfsig fchnelle Ab-nutzung der Zettel. In manchen Bibliotheken werden die Zettel gruppenweife mitLederriemen zufammengefchnallt und dann als Packet in Kalten aufbewahrt u. dergl.mehr. Selbltredend muffen die jeweilig nothwendig werdenden Gerüfte, Schränke,Kalten etc. dem in der betreffenden Bibliothek üblichen Katalogfyftem angepafftwerden.

Bezüglich der übrigen für die Beamten beftimmten Arbeitsräume wird vonmanchen Verwaltungen die Lage nach Norden bevorzugt, weil fie dem Auge dasgleichmäfsigfte Licht darbietet; allerdings ift bei folcher Lage die Erwärmung zurWinterszeit erfchwert. Aufser den Einrichtungen für diefe Erwärmung find auchVorkehrungen für ausgiebige Lufterneuerung vorzufallen, um den gefundheitsfchäd-lichen Einwirkungen des Bücherftaubes zu begegnen.

In diefen Arbeitsräumen find kräftig conftruirte Schreibtifche mit verfchliefs-baren Kalten aufzuftellen; auf diefelben find, wenn möglich, Fachgeftelle zur Auf-nahme von Büchern etc. zu fetzen. Auch einige Schreibpulte find vorzufehen, undan den Wänden find Gerüfte anzuordnen, auf denen die für die Gefchäftsführungerforderlichen bibliographifchen Hilfsmittel unterzubringen find; diefelben find umfo umfangreicher, je gröfser die zu verwaltende Bibliothek ift.

Bei der Einrichtung des Zimmers des Vorftandes ift darauf Rückficht zu neh-men, dafs derfelbe häufig Befuche zu empfangen hat.

SonftigeArbeitsräume.