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denn dadurch ift nicht allein die Möglichkeit ge- Fig. 198.
boten, eine vollkommene Ordnung, fei es eine alpha-
betifche oder eine fachliche, genau und dauernd zu
bewahren und damit einen Katalog fortwährend auf
dem Laufenden zu erhalten, fondern erforderlichenfalls
auch eine veraltete Ordnung leicht und fchnell zu
ändern. Dabei ift aber die Gefahr vorhanden, dafs
die lofen Zettel bei der Benutzung in Unordnung ge-
rathen, verloren gehen oder gar entwendet werden.
Diefen Uebelftand vermeidet zwar das Bandfyftem, o
fchliefst aber ftatt deffen den noch fchlimmeren *J
Mangel in fich, dafs auch bei anfänglich reichem
Platzlaflen für Nachträge doch über kurz oder lang '
eine Unterbrechung des genauen Einordnens neuer Katalogkaften in der Hof . und Staats-Bibliothek
Büchertitel nothwendig wird oder Raummangel für München
diefelben fich herausftellt.
In Fig. 197 u. 198 find Pulttifche dargeftellt, welche zur Aufbewahrung derin Buchform vorhandenen Kataloge dienen; die Pultflächen gewähren die Möglich-keit, die meift grofsen und fchweren Bände an Ort und Stelle aufschlagen zu können.Um diefe grofsen und fchweren Bände felbft, aber auch die Gerüftböden und -Seiten-theile gegen Bcfchädigungen zu fchützen, fchlage man alles Holzwerk mit Leder aus.
Für die Zettel der Zettelkataloge wähle man ein möglichft grofses Format,um die Bezeichnung jedes Buches thunlichft ausführlich darauf wiedergeben zukönnen. Zur Aufbewahrung diefer Zettel find befondere Gerüfte nothwendig,deren Einrichtung derart zu treffen ift, dafs fie eine fchnelle und fiebere Ueberficht,fo wie ein bequemes Hervorholen und Wiedereinlegen der Zettel geftattet. Dererftere Punkt ift von grofser Wichtigkeit, da von der Ordnung im Katalog dieSicherheit des Betriebes der Bibliothek abhängig ift. Je nach der Betriebsarteiner Bibliothek, d. h. je nachdem die Zugänglichkeit zum Zettelkatalog nur ein-zelnen oder fämmtlichen Beamten geftattet ift, hat man für einen weniger odermehr geficherten Verfchlufs des Zcttelkataloges zu forgen. Man wird daher je nachden beftehenden Verhältniffen offene oderverfchliefsbare Kaften einzurichten haben.
Eine Einrichtung zum Aufbewahrendes Zettelkataloges mit unverfchlicfsbarenKaften, aus der Univerfitäts-Bibliothck zuLeyden flammend, zeigt Fig. 199.
Die oberen Kaften b find feft; a dagegen findSchiebekaften, welche durch die ganze Breite desGerüftes hindurch gehen, in der Mitte getheilt findund das Einftellen der Zettel von beiden Seiten ge-ftatten; das Herausfallen der fchweren Kaften iftdurch diefe Anordnung unmöglich gemacht. Die Kaftenfelbft find aus Holz angefertigt; die Seitenwände der-felben haben bei c Einfchnitte, in welche oben ab-gerundete Zinkblechtafeln eingefchoben werden, dieje nach der Füllung der Kaften verftellt werdenkönnen. Die Fache d des Unterfatzes werden zumAufftellen von Büchern benutzt.
Eine ähnliche Conftruction ift in der Zettelkatalogfchrank in der Univerfitäts-Bibliothek
Fig. 199.
Univerfitäts-Bibliothek zu Göttingen zur
zu Leyden.