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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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63-Stellftlfte.

find in Anwendung gekommen; indefs zeigen fowohl Fig. 94 94 ).

diefe, als aucli die Schieferplatten den Mifsfland, dafs ~~& --------

fie bei plötzlichen Temperaturänderungen fchwitzen,was für die Bücher fchädlich ift.

In den neuen Bücherräumen der Bibliothek desBritifh Mufeutn zu London beliehen die Buchbretteraus Eifenblechplatten, welche über Holzrahmen ge- r""

flreckt und mit rothem Leder überzogen find; an

der Vorderkante ift ein 5 cm breiter Wachstuchftreifen befeftigt, um das Eindringenvon Staub in die nächfl untere Reihe zu verhüten (Fig. 94 !)l )-

Auch Wellblech, welches in Rahmen aus Winkel- oder aus Z-Eifen verlegt wird,eignet (ich zur Herftellung von Buchbrettern; diefelben muffen allerdings mit einerPolfterung verfehen werden.

Den Buchbrettern ift bald die ganze, bald die halbe Tiefe der Doppelgerüftezur Breite gegeben worden. In letzterem Falle kann man an beiden Schaufeitender Gerüfte die Bretter in verfchiedener Flöhe unabhängig von einander einlegenund dadurch eine bequemere Handhabung, fo wie eine günfligere Raumausnutzungerzielen. Bei manchen neueren Ausführungen wurde diefer Vortheil für nicht fo er-heblich gehalten, um die Conftruction dadurch fchwieriger und theuerer zu machen.

Um innerhalb der einzelnen Bücherformate, bezw. innerhalb der einzelnenBücherreihen kleinere Höhenänderungen vornehmen zu können und um bei vor-kommenden Umftellungen möglichft freie Hand zu haben, empfiehlt es fich, durch-weg bewegliche Buchbretter einzurichten. Zur Lagerung der letzteren wurden beiden meiden neueren Ausführungen fog. Stellftifte verwendet, welche zuerft in denneuen Bibliothekräumen des Britifh Mufeum in Benutzung gekommen find.

Ein folcher Stellftift (Fig. 95) ift mit einer Achfel verfehen,auf welche das Buchbrett zu liegen kommt. Diefe Achfel iftexcentrifch angebracht; dadurch, dafs man den Stift in der einenoder in der anderen, um 180 Grad gedrehten Stellung einfleckt,liegt die Achfel und damit auch das auf derleiben ruhendeBuchbrett höher oder niedriger.

Die eben erwähnten Stellftifte in der Bibliothek des Britifh Mufeum zu Stellftift.

London werden in Löcher von 19 mm Abftanrl (von Mitte zu Mitte) eingedeckt;

durch das Drehen derfelben um 180 Grad kann ein Höhenunterfchied des Auflagers der Buchbretter von17 ,nm erreichl werden.

Man hat den Stellftiften auch andere Formen gegeben. So hat man z. B. dieäufsere Endigung des Stiftes öfenartig geftaltet; die Oefe kann alsdann wagrechtoder lothrecht gefleht werden, wodurch die gewünfehten kleinen Höhenunterfchiedehervorgebracht werden 9ß ).

Jedes Buchbrett ruht auf vier derartigen Stellftiften, weiche, ca. 4 cm von derKante entfernt, in die Jothrechten Gerüftwände eingedeckt werden.

Durch die notwendigen, einander ziemlich nahe flehenden Durchbohrungenwerden die lothrechten Gerüftwände flark gefchwächt. Man verringert die Schwächungund auch die Gefahr des Spaltens, wenn man diefe Durchbohrungen in zwei loth-rechten Reihen neben einander ordnet und in diefen beiden Reihen die Löchergegen einander verfetzt.

M) Facf.-Repr. nach: Allg. Bauz. 1884, S. 3.'■'"') Siehe: Revue gin de Varch. 1884, S. 214.

Fig. 95-