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Fig. 96.

Fig. 9S.

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Von den Büchergerüften der UniverfitätsBibliothek zu Göttingen. — ] /3o n. Gr.

Von den Bücher-gerüften der Bibliothek

des New record ofßce

zu London.';•,» n. Gr.

Noch zweckmäfsiger ift es, Einlagen von Eifenblech oder noch beffervon hartem Holz anzuwenden, welche dann die Durchbohrungen erhalten.In Fig. 96 ift der Querfchnitt der gufseifernen Pfoftcn dargeftellt, welchedie Hauptträger der Büchergerüfte der Bibliothek des Britifh Mufeumzu London bilden und welche folche Holzeinlagen zeigen.Die einfehlägige Einrichtung in den Bücherräumen der Univerfitäts-Bibliothek

zu Göttingen ift in Fig. 97 dargeftellt.

Hier find Flacheifen von25 mm Breite und 2 mm Dickeeingelegt, welche die erforder-lichen Durchbohrungen befitzen.Bei anderen Büchergerüftenwurden anftatt defien eingeleimteStreifen von hartem Holz ver-wendet, was eine billigere undgenauere Ausführung ermöglichte,da das Eifen in Folge der zahl-reichen , neben einander ausge-führten Durchbohrungen fichreckte.

In -der Bibliothek des Newrecord office zu London liegendie fchon erwähnten, aus Schiefer-platten beflehenden Buchbretterauf Winkeleifen von 30 mmSchenkellänge (Fig. 98), welcheihrerfeits auf Stellltiften ruhen,die durch die in den lothrechten(aus T-Eifen begehenden) Gerüftpfoften vorhandenen Löcher gedeckt werden; die Winkeleifen werden dabeiüber die durchgefchobenen Stifte aufgedeckt.

Um das Anftofsen der Bücher an die Stellftifte zu vermeiden, find letztere indie Unterfläche der Buchbretter einzulaffen. Damit indefs diefe Einfchnitte nichtzu breit werden, empfiehlt es fich, für die Stellftifte in den lothrechten Gerüftwändennur eine einzige Reihe von Durchbohrungen herzuftellen.

In alteren Bibliotheken waren zur Lagerung der Buchbretter Zahnleiften üblich,wie fie auch jetzt noch bei kleineren Büchergeftellen, in Bücherfchränken etc. vor-kommen. Form und Anordnung folcher Zahnleiften find bekannt; eben fo find esdie Mifsflände, die damit verbunden find. Letztere waren Urfache, dafs man inden neueren Bibliotheken die Zahnleiften faft ganz verlaffen hatte und nahezu aus-fchliefslich die foeben vorgeführten Stellftifte anwandte.

In neuerer Zeit find Ebrard & Wolff wieder zu den Zahnleiften zurückgekehrt,nachdem fie diefelben in folcher Weife angeordnet und umgeformt hatten, dafs diefrüheren Uebelftände als befeitigt angefehen werden können 0 * 5 ).

Die lothrechten Seiten-, bezw. Scheidewände der doppelten Büchergerüfte find an den beidenSchmal- oder Schaufeiten mit gleich gerichteten Zähnen verfehen (Fig. 100); eben fo befindet fich in derlothrechten Höhenaxe derfelben eine an beiden Langfeiten in gleicher Weife gezahnte I. eitle. Letzterefpringt vor der Wand vor; im Uebrigen ift die Wand völlig glatt. Jedes Buchbrett ift an feinen .Schmal-feiten vorn und rückwärts mit je zwei eifernen Zapfen verfehen, welche fo geftaltet und bemeffen find,dafs fich das eine Paar derfelben in die Zähne an der Schaufeite der Gerüftwände, das andere in dieZähne der mittleren Zahnleiften legt. Dabei dient jede Zahnleifte für je zwei Gerüftabtheilungen: jedevordere für zwei neben einander gelegene und jede mittlere für zwei mit dem Rücken an einander ftofsende.

64.Zahnleifte

etc.

yß) D. R.-P. Nr. 64104.