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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
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ganze Raum in Mitleidenfchaft gezogen wird und der an einer Stelle befeitigteStaub an einer anderen wieder niederfallen wird.

Für die weitere Ausbildung der Büchergerüfte find vor Allem lothrechte Seiten-und Zwifchenwände erforderlich, auf und zvvifcheri welche die Buchbretter gefetztwerden. Um die gute Erhaltung der Bücher thunlichft zu fördern, ift darauf zuachten, dafs die Seitenflächen diefer lothrechten Wände keinerlei Vorfprünge haben,welche zum Verftecken der Bücher oder zu Befchädigungen derfelben Anlafs gebenkönnten. Defshalb ift unter Vermeidung aller vorftehenden Conftructionstheile ausHolz oder Eifen der Anordnung glatter Bretter- oder Blechwände der Vorzug zugeben.

Sind derlei Wände niedrig, fo können fie bei Holz-Conftruction aus ftarkenBrettern, bezw. aus Bohlen hergeftellt werden; reichen fie durch mehrere Bücher-gefchoffe hindurch, fo muffen fie aus ftärkeren Rahmftückcn und eingeftemmtenFüllungen zufammengefetzt werden. Den fchmiedeeifernen Gerüftwänden kann mandadurch eine gröfsere Steifigkeit gegen Ausbiegen geben, dafs man fie aus je zweiBlechplatten beftehen läfft, die durch Stahlbolzen gegen einander abgefteift find,wie dies z. B. in den neuen Büchermagazinen der Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M.gefchehen ift.

Es ift fchon darauf hingewiefen worden, dafs man in den Bücherräumen dafürzu forgen habe, dafs an den Büchern ein möglichft ungehinderter Luftwechfel ftatt-finden kann. Defshalb find gefchloffene Rückwände hinter den einzelnen Buch-reihen, eben fo Schrankgerüfte mit Thüren oder Vorhängen, zu vermeiden.

Die Frage, ob es fich empfiehlt, die lothrechten Gerüft-Scheidewände in gröfsererHöhe durchgehen zu laffen, wird bei Holz-Conftructionen vom rein praktifchen Stand-punkte zu entfeheiden fein. Bei geringen Axenweiten der Büchergerüfte ift auf dieleichte Montirung nothwendiger Weife Rückficht zu nehmen.

Die Buchbretter werden meift aus Holz hergeftellt und find entweder einfachaus 3 cm ftarken Brettern gefchnitten, oder fie beftehen aus Rahmen mit Füllung;letzteres ift z. B. in der Univerfitäts-Bibliothek zu Halle der Fall, wo die Rahmen2'/* cm und die Füllungen 1 '/s cm ftark find. Die Conftruction mit Rahmen undFüllungen ift zwar die theuerere, aber auch die empfehlenswerthere.

Für die Buchbretter ift ftets eine Holzart zu wählen, welche den Verheerungendes Holzwurmes am wenigften ausgefetzt ift. In Rückficht auf letzteren Umftandift fchon der Vorfchlag gemacht worden, die Buchbretter zu durchbohren, oder fieaus einzelnen, nicht dicht an einander liegenden Brettern zufammenzufetzen, oderfie an der oberen Fläche mit Metallblechen, dünnen Platten aus Glas, Schiefer,Porzellan, Steingut etc. zu belegen. Diefe Vorfchläge werden überflüffig, fobaldfür eine ausreichende, genügend häufig fich wiederholende Reinigung der Bücher-gerüfte Sorge getragen wird. Ein Anftrich der Buchbretter ift nicht unbedingterforderlich; wo er zur Ausführung kommt, wähle man dafür eine helle Farbe; da-durch wird die Reinlichkeit gefördert und auch der Erhellung des Büchermagazinsgenützt.

Mehrfach ift für die Buchbretter anderes Material als Holz gewählt worden.Die Büchergerüfte des New record office zu London, fo wie diejenigen mancheranderer englifcher und auch amerikanifcher Bibliotheken haben Buchbretter ausca. 2 cm ftarken Schieferplatten, welche an der oberen Fläche mit Wachstuch be-klebt oder mit anderem Stoff überzogen find. Auch Buchbretter aus Rohglastafeln

Buchbretter.