zwei kreisrunde, mit feinem Drahtgeflecht überfpannte Ausfchnitte von ungefähr 3,5 cm Durchmeffer ver-mitteln den Luftwechfel.
In der Regel werden die Schiebladen nur in einer Richtung ausgezogen, und es verhindert eineaut der entgegengefetzten Seite unten in einen Schliefskloben eingeftellte und oben in der Tifchplatte miteinem Riegel befeftigte, 80 mm breite und 32 mm dicke Leifte, dafs die Schieblade zu weit nach rückwärtsgefchoben wird. Eiferne Handgriffe, 5,5 cm hoch und 9 cm lang, welche niedergeklappt in der äufserenWandebene des Schreines liegen, find auf 9 cm und 11,5 cm eingelaufenen eifernen Platten aufgefchraubt.Zum feileren Halt diefer Verfchraubung ift an der inneren Seite eine 22 mm ftarke Verdoppelung in Holzangebracht.
"; Während die vorftehend befchriebenen tragbaren Urkundenfchreine des ftädti-
Verfchliefsbare
Schreine, fchen Archivs zu Frankfurt a. M. nicht verfchliefsbar find, hat man an anderen Ortendie Schreine mit verfchliefsbaren Flügelthüren verfehen, deren Schlofs in der Mittenach beiden Seiten einen inneren Riegel bewegt, welcher beim Zufchliefsen in dieSeitenwände des Schreines eingreift. Die Schlüffel find für fämmtliche Schreine,
Fig. 20.
Urkundenfchrein mit liegenden Schaukaften zu Marburg 14 ).
I/ 25 n. Gr.
einige mit dem koftbarften Inhalt ausgenommen, welche befondere Schlüffel haben,
gemeinfchaftlich.
Aus ^* en In Mufeen, Bibliotheken und Archiven fieht man vielfach Auslagen von feltenen
unter Glas und Urkunden in Glaskaften, und es verdienen die koftbarften Archivalien eines Archivs,
Rahmen. a j s ^ ß nd Kaiferurkunden, ältefte Hausurkunden und Stiftungsbriefe, Urkunden mit
Goldbullen und Bildwerk, feltene Codices, alte Pergamentbücher mit Miniaturen,
eigenhändige Briefe berühmter Perfonen und Wappenbücher, fehr wohl in einer Weife
aufbewahrt zu werden, dafs fie nicht den geringften Schaden leiden und zugleich
dem grofsen Publikum Freude und Belehrung gewähren, fo wie allgemeines Intereffe
an Archivfachen zu erwecken im Stande find.
So fehen wir hängende Schaukaften, welche den mittelalterlichen Altarbild-gehäufen nachgebildet find, bei denen das Ganze durch die Flügel bedeckt bleibtund fich erft beim Erfchliefsen entfaltet.