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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
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InnererAusbau.

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in den Actengerüften Platz finden (wie z. B. in Weimar), fo ift es beim Magazinfyftembei einer Axenweite der Fenfter von 4,o m und bei grofser Ausbildung derfelbendurch zwei Gefchoffe möglich, ein weiteres Doppelgerüft in der Richtung derFenfteraxe aufzuftellen.

Eine reichere, aber mehr Raum beanfpruchende, im Ganzen fich an dasMagazinfyftem anlehnende Löfung zeigt, an Stelle der eben erwähnten Doppcl-gerüfte in der Richtung der Fenfteraxe, Urkundenfchränke, etwa l,i m hoch, derenobere Tifchplatte bequemes Auflegen der aus den Gerüften genommenen Schrift-ftücke ermöglicht. Der Zwifchenraum zwifchen den in der Richtung der Pfeiler-axen aufgehellten Doppelgerüfte beträgt dann etwa 3,6 m , und es find im oberenGefchofs die Böden nicht durchgehend, fondern nur als l,o m breite Galerien aus-gebildet, zu denen an geeigneten Punkten Wendeltreppen führen (wie z. B. in Frank-furt a. M.). Es ift einleuchtend, dafs hierdurch nicht nur ein fchöneres Bild desInnenraumes, fondern auch bei bedeutender Fenfterausbüdung eine wirkfame Beleuch-tung auf eine Tiefe des Raumes von 10 bis lim erreicht wird, während fonft dieTiefe im Allgemeinen 6 bis 7 m nicht überfteigen follte.

Der Zwifchenraum zwifchen den Actengerüften, bezw. zwifchen den Gerüften undden Urkundenfchränken ift verfchieden; doch darf wohl auch beim Magazinfyftemder z. B. in Weimar gewählte Abftand von 1,45 m als noch ausreichend betrachtetwerden.

Ms wird kaum vorkommen, dafs mehr wie zwei Gefchoffe, bezw. beim Magazin-bau mehr wie zwei I i au ptgefc hoffe errichtet werden. Sind die Archivalien in einembefonderen Bau untergebracht, fo liegt keine Befchränkung für die Zahl der Ge-fchoffe vor, wenn nur ein Zugang verlangt wird.

Sollen die Geschäftsräume jedoch in innigere Verbindung mit dem Archiv-faale gebracht und nur durch Brandmauern von demfelben getrennt werden, fomuffen bei einer zweigefchoffigen .Anlage die Gefchäftsräume die gleiche Höhe desGefchoffes, bezw. des Doppelgefchoffes beim Magazinfyftem erhalten.

Die Archive lind wegen ihres theilweife unersetzlichen Inhaltes in erfter Liniegegen Feuersgefahr zu fchützen, und es ift das Holz bei den Bauconftructions-theilen vollftändig auszufchliefsen. In wie weit daffelbe bei Herftellung von Fufs-bodenbelägen und Actengerüften umgangen werden kann und foll, wird ftets von denAnfchauungen der beim Bau mafsgebenden Perfonen und den zur Verfügung flehendenMitteln abhängig fein.

Die Treppenverbindung im mehrgefchoffigen Archivfaal ift je nach der Aus-dehnung durch eine oder mehrere in Eifen conftruirte, etwa l,o m breite, geradeTreppenläufe herzuftellen. Befinden fich die Gefchäftsräume in zwei Gefchoffen undunter demfelben Dache, fo wird die Treppe aufserhalb des Archivfaales in Steinoder Eifen und in Abmeffungen, welche der Würde- des ganzen Baues entfprechen,errichtet werden muffen.

Was I leizung und Lüftung betrifft, fo darf wohl auf das im nächften Kapitelbei den Bibliotheken Vorzuführende verwiefen werden. Die Notwendigkeit, dieArchivfäle mit einer Sammelheizung zu verfehen, wird in Deutfchland nicht überallanerkannt; wenigftens find verfchiedene Neubauten der jüngften Zeit nicht damitverfehen worden, ohne dafs man fchlechte Erfahrungen dabei gemacht hätte.

Befondere Aufmerkfamkeit erheifchen die Feuerlöfcheinrichtungen in allen Ge-fchoffen. Die Aufzüge und Fahrftühle. welche die Beförderung der Archivalien in