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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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herkömmlichen engen Kreise, dessen man endlich dochsehr müde wird; der einzige fast, der dies nicht thut, son-dern originell bleibt, ist Madou in Brüssel. Die jüngerensind fast alle in die betrübte Richtung der realistischenfranzösischen Schule verfallen.

Unter den italienischen Genremalern erscheint als dereinzige selbstständige und originelle Induno in Mailand mitzwei kleinen, hübsch gedachten und fein gemachten Bild-chen. Die übrigen gehen alle in den Fussstapfen derneuen französischen Schule.

Ein besonderes Genre, das historische, welches vorZeiten einmal in allen Schulen sehr im Schwange war unddann wieder vernachlässigt wurde, scheint neuerdings inMünchen wieder lebhaft aufgenommen zu werden. Aufdiesem Gebiete zeichnet sich einer der Meister der jüngerenSchule, W. Lindenschmit, aus. Seine „Gründung der Ge-sellschaft Jesu" wäre wohl eher ein Geschichtsbild zunennen; ich habe dieses Werkes schon an anderer Stellelobend gedacht; es ist ein Bild voll tiefer, ernster Empfin-dung und von sehr lebhaftem, in einzelnen Figuren vielleichtetwas übertriebenem Ausdrucke, in Farbe und Behandlungjedoch manierirt. In letzterer Beziehung besser und wirk-lich gut ist eine Scene aus dem Leben Ulrich's von Hütten,eine Rauferei in einem Wirthshause. Dass der Held derBegebenheit gerade Hütten, der Denker und Dichter ist,sieht man ihm zwar nicht an, das thut aber bei dieserGelegenheit nicht viel zur Sache, denn auch die innerenMotive der Handlung, welche derselben eigentlich Werthverleihen, kann uns der Maler nicht darstellen, und sobegnügen wir uns mit dem, was er uns darstellen kann.Der Ausdruck ist auch in diesem Bilde sehr lebendig, dieleidenschaftliche Erregtheit der Hauptfigur ist ganz vor-trefflich dargestellt.

Manche andere Werke ähnlicher Art wären noch an-

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