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ganz ungemein komisch und lächerlich und doch nicht imgeringsten carricaturenhaft oder übertrieben.
Von den Düsseldorfer Künstlern dieser Richtung wäredann noch Rudolph Jordan zu erwähnen, einer der Alt-meister des Faches, doch habe ich seines Bildes „Das Alt-männerhaus" schon mit gebührendem Lobe gedacht. Diesealten holländischen Seeleute — denn ein Asyl für solcheist das Altmännerhaus — sind sehr charakteristisch dar-gestellt.
Unter den französischen Genrebildern in der Ausstel-lung wüsste ich keins zu nennen, welches besonderer Er-wähnung werth wäre; es fehlt allen mehr oder minder dieNaivetät der Auffassung, es fehlt ihnen an unbefangenerNatürlichkeit, dagegen haben sie zu viel gesuchte Künst-lichkeit, sie mag sich nun als Raffinement in Geschicklich-keit, wie bei den älteren Malern, oder in Rohheit zeigen,wie bei den neuesten. Das einzige, wirklich recht naivefranzösische Genrebild in der Ausstellung ist eine seltsameanekdotische Darstellung aus dem afrikanischen Kriege vonHorace Vernet, also schon ein altes Werk, denn für dieneuere französische Schule liegt dieser Meister und seineKunstweise so fern, dass sie ihn beinahe vergessen hat undes wird noch geraume Zeit dauern, bis sie sich seiner wie-der nach Gebühr erinnern wird. Eine Ausnahme müssteman für Meissonier machen, den unübertrefflichen Meisterin ganz kleinem Formate; seine Bildchen in der Ausstellungsind jedoch alle schon älteren Datums und haben, ich stehenicht an, es zu sagen, ausser den Vorzügen der Behand-lung und etwa des ausserordentlichen Verständnisses desCostumewesens wenig andere. Ein, wie ich glaube, neueresBildchen des Meisters, „Der Marschall von Sachsen am Vor-abende der Schlacht von Fontenoy", das heisst eine Ca-valcade von Cavalieren der Zopfzeit in einer flachen Land-schaft, mit kaum zwei Zoll grossen Figürchen, ist ausge-zeichnet durch einen vortrefflichen Gesammtton.
Die älteren belgischen Meister bewegen sich in ihrem