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die Eltern Hermann's im Gespräche unter dem Thore ihresgastlichen Hauses sitzend vor Augen führt; die ganze ruhigeBehaglichkeit des Zustandes und der Charakter der Zeit,in die uns das Gedicht versetzt, sind darin auf's trefflichsteausgedrückt. Des verstorbenen Enhuber's anmuthige Dar-stellungen aus Melchior Mayr's Dorfgeschichten aus demRies sind durch photographische Vervielfältigung so ver-breitet, dass ich ihrer hier nur erwähne. Dahin gehörtauch eine Reihe von Grau in Grau gemalten Genrebildernvon Professor Moriz Oppenheim in Frankfurt a. M.: Bilderaus dem altjüdischen Familienleben, sehr charakteristischeBildchen, welche religiöse Gebräuche in Haus, Synagogeund Strasse schildern und uns nicht ohne eine gewisseAnmuth und Gemüthlichkeit das besondere Leben zeigen,welches in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts inder Frankfurter Judengasse waltete.
Eine besondere Art von Illustrationen, ich weiss dieseBilder nicht anders zu bezeichnen, erschienen in den letztensechziger Jahren, hauptsächlich wohl auf Anregung desKunstverlegers Bruckmann in München.
Ihr Vorbild haben sie unverkennbar in Wilhelm vonKaulbach's grossem Bilde der Reformationsperiode, dessenVorbild wohl wiederum in Rafael's „Schule von Athen"zu finden ist. Wie in Kaulbach's Bilde, sind in diesenDarstellungen gewisse, an irgend einem geistigen oderhistorischen Bande zusammengereihte bedeutende Persön-lichkeiten dargestellt; so haben wir die deutschen Poeten,die deutschen Musiker, die Helden der Befreiungskriege,Shakespeare und seine poetischen Angehörigen und nochandere dergleichen Gruppirungen gesehen. „Die Ruhmes-halle deutscher Wissenschaft" von F. Schwörer in München,eine Zeichnung, worin die Portraitfiguren deutscher Ge-lehrter mit vielem künstlerischen Verstände und Geschmackzusammengestellt sind, ist darunter zu loben. Von den mirbekannten auf die anderen schliessend, glaube ich, dassdiese Portraits recht ähnlich und charakteristisch sind, in-