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zierliche Grazie in Zweigen und Laubwerk, von schönsterHaltung und naturwahrer Farbe. Es ist kein grosser co-loristischer Effect beabsichtigt, aber genug erreicht, um diebei einem grösseren Bilde unerlässliche Wirkung hervor-zubringen, Einem zweiten Bilde desselben Künstlers, „eineinsamer Waldbach", liegt ein ähnliches Motiv zu Grunde,doch ist die Composition nicht so glücklich und besondersdie Farbe weniger schön, wie in dem erstgenannten. VonE. Oehme in Dresden nenne ich eine sehr gute Waldland-schaft, die auch in der Farbe von grosser Schönheit ist:„Das Innere eines Bergwaldes von rothstämmigen Föhren,mit einem Durchblick in's Thal". Abendsonne auf denGipfeln und heller Schatten auf dem unteren Theile derStämme, auf Terrain und Gebüsch geben in schönem Con-traste diesem Bilde eine grosse Wirkung, und dieser ma-lerische Reiz ist keineswegs auf Kosten der Zeichnungerreicht, die mit feinem Studium sehr sorgfältig auch derEinzelform gerecht wird. Ein zweites Bild dieses Künstlersstellt ein Motiv aus der sächsischen Schweiz dar, eine helleSandsteinfelswand im Contraste mit umgebendem Wald-gebüsche; von sehr malerischem Effect und ebenfalls sehrfein durchgebildet. Eine „Waldlandschaft" von C. Müllerist ebenfalls zu loben, so wie auch eine „Landschaft amChiemsee" von A. Thomas. Einen höheren Aufschwungnimmt Friedrich Preller der Jüngere in Dresden und scheintin die Spuren seines Vaters, des trefflichen Landschafts-componisten Preller in Weimar, einlenken zu wollen. Ineinem Bilde von den Ufern der Tiber hat er aus derPhantasie jenen Platz wieder in seiner Ursprünglichkeithergestellt, den später Rom bedeckte. Die Staffage diesesin Formen und Linien sehr gut componirten Bildes zeigt dasAugurium des Romulus, dem der Flug der zwölf Geierdie Stelle bezeichnet, wo er seine Stadt erbauen soll. DieseStaffage ist von Th. Grosse.
Bei den Landschaftern der Schule von Karlsruhe, derja bei ihrer Gründung ein Landschafter zum obersten