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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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fällig, wie der Zufall es gerade gab und etwa die Photo-graphie es aufgenommen haben würde. Wie kann mannur Geschmack und künstlerischen Formensinn so ver-läugnen? Wahrlich, die Künstler täuschen sich, wenn siedurch solch sclavische Unterordnung unter die zufällige Er-scheinung der Höhe der Kunst näher zu kommen glauben;allenfalls werden sie das Lob des Philisters erlangen, demdie Kunst nur eine Abschrift der Natur ist; aber dieserPhilister bewundert am Ende das Maschinenbild des Photo-graphen noch viel mehr, denn dabei ist ihm die Richtig-keit doch noch sicherer garantirt.

Die Münchener Schule hat auch in der Landschaft sichneuerer Zeit mehr der Farbe zugewandt und darin erstaun-liche Fortschritte gemacht, so dass sie recht wohl mit derDüsseldorfer in die Schranken treten kann, was ihr früherin dieser Beziehung schwer wurde; einige Meister sogardürften als Coloristen die meisten Düsseldorfer übertreffen.Doch geht man, wie das nicht ausbleiben kann, darin auchetwas weit und vielleicht zu weit und vernachlässigt überFarbe und Wirkung die feinere Zeichnung und Durch-bildung, welche dem Kunstwerke doch den besten unddauerndsten Reiz verleiht. Was feinen Schmelz der Farbeund Harmonie der Haltung betrifft, sind zum Beispiel dieLandschaften von Eduard Schleich ganz vortrefflich, mandarf aber nach irgend welchem Detail darin nicht suchen,selbst die Bäume behandelt der Meister nur als coloristischeMassen, fast ohne Form, ganz ohne charakteristische Zeich-nung dessen, was eigentlich den Baum erst zum Baumemacht. Man muss diese Bilder aus einiger Ferne betrachten,dann sind sie allerdings höchst anmuthig durch ihre schöneStimmung. Als feinen Coloristen bewährt sich auch A.Lier; in seiner Ansicht desCanals von Schieissheim" istein sehr schönes Licht und eine sehr feine Farbe; fernerC. Ebert in einerDorfpartie bei Rotterdam". Ein mäch-tiges Motiv aus dem Hochgebirge,die Felsenschlucht derAare", hat J. G. Steffan in einem grossen Bilde sehr wir-