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Künstler, Th. v. Eckenbrecher, gewaltige Farben- und Be-leuchtungs-Effecte in der Landschaft zu bewältigen.
Ein kleines, skizzenhaft behandeltes, aber auf den erstenBlick allerdings überraschendes und bestechendes Bild vonihm ist: „Abend am Bosporus", worin mit vielem Talentedes Guten doch etwas zu viel gethan ist. Es ist einekupferfarbige Gluth in diesem Bildchen, wie sie in derNatur vielleicht bezaubernd schön erscheinen mag; derMaler hat leider kein farbiges Licht auf der Palette, son-dern nur Farben; er kann den Eindruck der Abendsonnein ihrer Gesammtwirkung zwar überzeugend wiedergeben,das ist hundertfältig geschehen, doch nicht die einzelnenFarben des glühenden Abendhimmels und der roth ange-strahlten Landschaft; indessen die Realisten versuchen esund verfehlen die Illusion um so mehr; als sie dieselbedurch directe Nachahmung der Natur erstreben: wir sehenstatt des Bildes die Farben, womit es gemalt ist. Beschei-denere Versuche begegnen uns in anderen Bildern, dieeigentlich nichts mehr sind als Studien nach einzelnen Land-schaftspartieen. Nur bei der allervirtuosesten Meisterschaftkönnen solche Werke einen immerhin massigen Reiz haben,es klebt ihnen allen eine gewisse Langweiligkeit an und ichübergehe deshalb eine ganze Reihe solcher besserer undgeringerer Arbeiten mit Stillschweigen. Eines Meistersmuss ich aber hier anschliessend noch erwähnen, den ichmit Bedauern immer mehr der realistischen Richtung folgensah, Albert Flamm, einer der feinsten Coloristen unter denDüsseldorfer Landschaftern. Sein „Motiv von Neapel" istin der Farbe wahrhaft reizend, auch das Motiv sehr schön;ein Blick über die Bai auf den fernen Vesuv, dessen Kegelin tiefblauen Wolkenschatten ruht, während rings um ihnmilder Sonnenschein Berge, Ufer und die ferne Stadt ingoldigen Ton hüllt. Aber zu solchem schönen Mittel- undHintergrunde welch ein Vordergrund! Zwar der graueTon desselben konnte nicht schöner zur Gesammt-Harmoniegestimmt werden, aber welch ein Motiv? Wahllos und zu-