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und schafften. Es war dies unverkennbar, und es wärerecht merkwürdig, zu wissen, ob diese Meister es damalsauch erkannten, ob sie bei den jüngeren, Neueren, einemFortschritt oder Rückschritt erblickten, ob sie das Verlassenihrer Wege für berechtigt anerkannten. Anerkannt aberoder nicht, wir sehen die Umwandlung sich unerbittlichvollziehen, es ist eine Gemeinsamkeit in den Gedanken undGesinnungen der Menschen, welcher Niemand sich entziehen,Niemand widerstreben kann; wir mögen noch so selbst-ständig sein, noch so originell, wir mögen uns sträuben,wie wir wollen, wir werden von dem allgemeinen Geisteder Zeit in welcher wir leben, mitgerissen, und selbst die,welche in dem, was die Mehrzahl Fortschritt nennt, nurRückschritt und Verfall und Krankheit erkennen wollen,werden von der Krankheit angesteckt, ohne dass sie eswissen, erst vielleicht nur äusserlich, in Dingen der Form,aber die Form wirkt auch zurück auf den Geist, und so istselbst mancher treue und fromme Romantiker, ohne esrecht zu wissen oder zu wollen, modernisirt worden; solchefreilich bleiben dann trotz allem Eifer gewöhnlich gegendie Neueren zurück, ungeachtet des eifrigsten Strebens, esihnen gleich zu thun. Einzelne ziehen sich auch wohl inihre Eigenthümlichkeiten zurück, bleiben sich treu undführen inmitten des Stromes des Zeitgeistes ein einsamesDasein, wie auf einer unzugänglichen Insel, und diese sindes dann, welche schon bei lebendigem Leibe als historischeGestalten und deren Werke den Leuten von heute garfremd und unverständlich erscheinen, wenn sie dieselbenüberhaupt noch beachten.
In der Münchener und Kölner Ausstellung lag derSchwerpunct noch in der monumentalen, idealen Kunst-richtung; in der Wiener Ausstellung, keine zehn Jahre später,lag er schon nicht mehr da, obschon es gar nicht anmonumentalen und idealen Werken fehlte und sogar sehrbedeutende darunter waren.
Die Neueren suchen den Werth des Werkes nicht