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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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brachte, von denen die neue deutsche Kunst ausging oderan deren Wirken sich ihre bedeutendsten Fortschritteknüpfen.

Ich habe in den vorhergehenden Kapiteln dieses Buchesmeine Beobachtungen auf diesen grossen und verschiedenenkleineren Ausstellungen zu schildern versucht. Im Verfolgmeiner Betrachtungen bin ich genöthigt auch die kritischenStudien in den Rahmen meiner Schilderungen einzuflechten,zu welchen die dritte allgemeine deutsche Kunstausstellungvom Jahre 1868 in Wien und die internationale Kunst-ausstellung in München vom Jahre 1869 die Gelegenheitgab. In dem oben geschilderten Sinne war die Ausstellungin Wien keine historische, denn sie enthielt fast nur Werkevon Künstlern, welche während der zweiten Ausstellungin Köln, 1861, noch unter den Lebenden weilten. Dennochwar die Ausstellung eine historische, denn das neunzehnteJahrhundert lebt gar schnell, und der Umschwung derMeinungen und Richtungen geht auch in dem Gebiete derKunst sehr rasch. Wer die Entwicklung der deutschenKunst vom Jahre 1840 bis zu 1868 verfolgt, .wird nichtohne einige Verwunderung bemerken, wie fern das Endedieser verhältnissmässig doch nur kurzen Periode dem Be-ginne derselben liegt, wie sehr der Geist, der über die Auf-gaben und ihre Ausführung waltet, ein anderer gewordenist, wie die Geber und Empfänger, die Künstler und dasPublicum sich geändert haben. Ich meine damit nicht nurjene grosse Umwandlung, den Fall der Romantik, dieUmwandlung erstreckt sich noch viel weiter, sie hat dieganze ästhetische Anschauung umgestaltet, die ganzegeistige Behandlung der poetischen Stoffe ist eine anderegeworden und damit auch die praktische Behandlung, dieAusübung der Kunst. Und das alles innerhalb einesMenschenalters.

So gehörten auf der Wiener Kunstausstellung von1868 eine ganze Anzahl von Werken nicht mehr der Gegen-wart an, wenn auch die Meister, die sie schufen, noch lebten