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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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eine höchst romantische Welt vor unsere Augen.zaubert:es ist wie ein Hauch poetisch schwärmender Jugend inseinen Bildern.

Aber die Jugend und die Jugendschwärmerei vergeht,und in späterer Zeit ist der übergeniale Künstler auf sehrflache Pfade gerathen und hat vernünftiger Weise sichendlich ausschliesslich auf ornamentale Illustrationen undArabesken verlegt, worin er mit unbestreitbar grossemGeschmack Vielgerühmtes leistet. Ich erwähne namentlichsein Rhein-Album, welches die Vorzüge des Künstlers imbesten Sinne zeigt. Ein Oelgemälde, „Ansicht von Coblenzund Ehrenbreitstein" aus den letzten fünfziger Jahrenzeigt keine einzige der guten Eigenschaften mehr, welchedem Künstler früher eigen waren; es ist nur das leichteflüssige Machwerk geblieben, welches ohne innere Bedeu-tung eine leere Manier geworden ist.

Eine eigenthümliche Erscheinung in der DüsseldorferLandschafterschule ist Adolf Karl aus Hamburg, der frühwährend ' eines Aufenthaltes in Rom und gerade in demMoment seiner besten Kunstentfaltung starb. Karl kammit den Traditionen einer ganz veralteten und vergessenenKunstschule, der Kopenhagener, nach Düsseldorf und bildetein kürzester Zeit nicht nur sich zu einem höchst originellenColoristen in der Landschaft aus, sondern gewann aucheinen zwar niemals ausgesprochenen, aber sehr auffallendenEinfluss auf die übrigen Künstler dieses Faches in Düssel-dorf; ich glaube sogar nicht zu irren, wenn ich behaupte,das jene coloristische Wendung in Achenbach's Kunst,wovon ich ein Beispiel berichtete, nicht ohne diesen Ein-fluss geblieben ist.

Ich lege darum so viel Gewicht auf diese Vorgängeund Umwandlungen in der Düsseldorfer Landschafterschule,weil sie späterhin überall eingetreten sind und nur nichtüberall an dieselben Ursachen anknüpfen. Vielleicht hatdie Düsseldorfer Schule nicht so geniale Künstler unterihren ersten Begründern aufzuführen, wie die Münchener;