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eine wunderlich originelle Compositionsweise, die an dasBizarre streift, aber niemals ohne Eindruck lässt. DieZeichnung ist im höchsten Grade verständig, so kunst- wienaturbewusst, die Malerei hingegen, die Farbe und Behand-lung mühsam und oft ungeschickt, wie bei den Künstlernder regeneratorischen Partei überhaupt. Manchmal aucherscheint ein bewusstes Streben nach dem Alterthümlichen,halbspielende Nachahmungen, die bei einer weniger bedeu-tenden Kunstkraft trivial erscheinen müssten.
Koch's Landschaften sind fast immer reich staffirt, ja,sie basiren häufig auf einem ausser der Landschaft stehen-den Gegenstande. Ganz wie bei Poussin sehen wir mytho-logische und biblische Historien in landschaftlicher Umge-bung, doch ist bei Koch das Landschaftliche die Hauptsacheund könnte oft der figürlichen Zugaben entbehren. SchöneWerke dieser Art sind besonders eine Landschaft mit derAnbetung der heiligen drei Könige und eine andere, worinCornelius die Rückkehr Jakob's als Staffage gemalt hat, sowie eine dritte mit Boas und Ruth, in welcher freilichmanches Einzelne, besonders in den Figuren, denn dochein wenig gar zu kindlich, ja, kindisch erscheint. In dendrei Königen ist der alterthümliche Styl besonders vor-herrschend, aber trotz mit Gold aufgetragenen Lichternund dergleichen Spielereien ist die Composition in Massenund Linien so grossartig und schön, dass man die Wunder-lichkeiten gern übersieht. Ein sehr seltsames Bild ist„Macbeth und die Hexen", worin sich das excentrischeWesen des Künstlers in seiner ganzen Eigenthümlichkeitzeigt. Am Strande des wüthend wogenden Meeres, imSturm begegnet Macbeth und sein Gefährte den drei ge-heimnissvollen Wesen, die ihm die Zukunft anzeigen undeinleiten.
In der Luft saust ein Hexenschwarm in wildem Kreise,phantastische Gestalten, der Blitz zuckt hernieder auf eineBurg, die Bäume biegen sich vor dem Winde, die wüthendeSee verschlingt ein Schiff, — das sind die Bestandtheile