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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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Joseph Koch, den wir auch unter den Historienmalernfinden und als Genossen und Gehülfen von Asmus JakobCarstens, ist eigentlich der erste Begründer und Vater derneueren deutschen Landschaftsmalerei. Von seinen Zeich-nungen zum Dante und zu den tragischen Dichtern derGriechen habe ich schon früher gesprochen. In der Land-schaft ist er ein ausserordentlicher Künstler; die Grossartig-keit der poetischen Conception, die bestimmte Sicherheitund den Adel der Form, die Richtung auf das Bedeutende,das Wesentliche der Darstellung hat er auf seinem Gebieteganz so, wie Cornelius auf dem höheren der idealen Historie.Koch gehört zu den deutsch-römischen Romantikern, imAnschluss an welche seine Kunst erst zu ihrer vollkom-menen charakteristischen Entwicklung gelangt ist; frühereWerke von ihm zeigen mehr einen etwas charakterlosenIdealismus, und zwischen diesen und den späteren undbesten erscheinen einige wunderliche Nachahmungen alter-thümlicher Darstellungsweise, wie denn alle die Künstlerjenes Kreises, welchem auch Koch angehört, zuerst in derNachahmung altdeutscher und altitalienischer Meister denAusweg aus den platt getretenen Pfaden der damals herr-schenden Kunstanschauung suchten und fanden.

Gerade wie die Romantiker von der eklektischen Nach-ahmung der Meister aus der Blüthezeit der Kunst sich ab-wandten zur Nachfolge der kindlichen Kunstweise frühererJahrhunderte, um so wieder zur Naivetät zu gelangen, sogreift auch Koch als Landschafter hinter die Meister dessiebenzehnten und achtzehnten Jahrhunderts zurück undschafft sich einen alterthümlichen Styl; er gewinnt aberdadurch Freiheit für seine eigene Poesie, er emancipirt sichvon der Herrschaft der Poussin und Claude, deren An-schauung und Formengebung als todte Manier die damaligelandschaftliche Kunst beherrschte.

Bei allen Koch'schen Bildern, mit gar wenigen Aus-nahmen, herrscht eine grossartige Linienführung, einehöchst fein abgewogene Vertheilung der Massen und oft