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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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kunstfreundlicher Reisender aus jener Zeit bestätigen diesenZustand und erklären die Erscheinung der Kunstwerkenoch deutlicher. Ein deutscher Künstler, dessen Ruhm zuseiner Zeit gross war und jetzt sehr klein, hat das Ver-dienst, aus diesen Irrwegen heraus zuerst einen richtigerenWeg eingeschlagen zu haben; es ist Philipp Hackert (ge-storben 1807), welcher im Gegensatz zu den Idealisten sichlediglich auf die Portraitlandschaft, auf die nüchterne Ve-dute, verlegte. Die zu seiner Zeit bewunderte grosse Natur-wahrheit seiner Landschaften können wir freilich heutenicht mehr anerkennen, denn in keinem Kunstfache ist derFortschritt so ausserordentlich, wie in der Landschafts-malerei, und mit der Steigerung der Leistungen steigertsich das Urtheil. Hackert's bewunderte Charakteristik desLaubwerks und der Pflanzen erscheint uns heute wie eineziemlich mechanische handwerksmässige Manier der Be-handlung, seine bewunderten Fernen und Mittelgründe fin-den wir nicht mehr bewunderungswürdig, sondern höchstnüchtern; er ist überhaupt ein Künstler ohne alle Poesie,aber die objectiv verständige Naturanschauung, welcher erfolgte, war eine heilsame Reaction gegen falschen Idealis-mus und bedeutungslose Manier.

Obgleich der Zeit nach jünger, sind der Kunstweisenach dennoch älter die Bilder von zwei sonst unbekanntenKünstlern in Bremen, Joh. Heinrich und Gottfried Menken(gest. 1839 un d 1838), geschickt ausgeführte Landschaftenmit Vieh, in der Weise der älteren Holländer; eben so eineLandschaft mit Kühen und Schafen von Gottfried de laRive (gest. 1814).

Reinhardt, welcher lange Jahre als Nestor der deutschenKünstler in Rom lebte, erscheint mir in seinen Werkennicht eben sehr bedeutend. Die Bilder dieses Künstlers,welche mir aus eigener Anschauung bekannt sind, zeigteneine abschreckende Farbe und Behandlung, die Zeichnungenvon ihm erschienen mir ziemlich unbeholfen gedacht undgemacht.