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idealen Anfängen ausgehend, drängt die Gewalt des Realensich den Künstlern immer mehr auf; Naturnachahmung,erst nur Mittel, wird endlich zum Zweck, technische Fertig-keit, Anfangs als ganz untergeordnet betrachtet wie eine ansich unbedeutende Form des Ausdrucks für die künstlerischeIdee, gewinnt sich steigernd immer mehr Bedeutung, bisin neuerer Zeit auch auf diesem Gebiet eine lediglich aufglänzenden Farbencontrasten und virtuosem Machwerk be-ruhende Scheinkunst auftritt und um so leichter die Gunsteines Tagespublicums gewinnt, als in der That die Land-schaftsmalerei sich weniger an den urtheilenden Verstandwendet als an ein mehr oder weniger bestimmtes Schön-heitsgefühl.
Die vornehmen Akademiker der letzten Hälfte desvorigen Jahrhunderts betrachteten die Landschaftsmalereials einen ganz untergeordneten Kunstzweig, und wirklichwar dieser Kunstzweig damals sehr unbedeutend.
Mit wenigen Ausnahmen waren die Künstler diesesFaches Nachahmer und Manieristen; die grossen Meisterdes siebenzehnten Jahrhunderts galten durchaus als Musterund ihre Werke wurden immer wieder und wieder inschwächeren Nachbildungen wiederholt. Dazu kam derunnatürliche Geschmack und eine falsche, unwahre Poesie,welche für eine unmögliche idyllische Existenz unmöglicherMenschen ein unmögliches Fabelland erträumte, und diesesArkadiens fabelhafte Reize als Grundlage des Urtheils überlandschaftliche Schönheit aufstellte. Diesen Idealisten gegen-über standen die Nachahmer der holländischen Landschafter,aber auch Nachahmer.
Man darf dabei nicht vergessen, dass die Mittel zueinem vielseitigen Naturstudium nicht so zur Hand waren,wie heute; Reisen war beschwerlich und kostspielig, aberauch selbst auf der unerlässlichen traditionellen italienischenReise ging das Studium mehr auf die anerkannten Meisterder Kunst, als auf die Naturerscheinungen; die Berichte