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glänzten auf der ersten Münchener allgemeinen deutschenKunstausstellung vom Jahre 1858 und auf der zweiten vomJahre 1861 in Köln: Julius Röting in Düsseldorf undErich Correns in München; beide ausgezeichnet, beide ver-schieden und doch in ihrer Auffassung verwandt.
Röting's Männer-Portraits sind von sprechendster Aehn-lichkeit und von allernatürlichster Wirkung, die dargestelltenPersonen treten uns aus den Bildern mit überraschenderLebendigkeit entgegen. Köpfe und Hände sind höchstindividuell, Colorit und Behandlung erscheinen durch voll-endete Meisterschaft höchst einfach. Die Portraits vonE. Correns zeigen eine ähnliche Behandlung, wie die deseben genannten Meisters, jedoch ist letztere nicht ganz sofrei, und auch das Colorit hat nicht ganz dieselbe Frischeund Klarheit.
Die Portraits von Röting waren in der MünchenerAusstellung 1858 die allgemein am meisten bewunderten.In älteren Bildern des Meisters zeigt sich zwar die Schärfeder Charakteristik und die Sicherheit der Behandlung undEinfachheit und Wahrheit des Colorits, welche den Meisterin den zuerst genannten auszeichnen, doch kommen sieihnen nicht gleich; sie sind etwas dunkel und unscheinbar;einige spätere Werke aber zeigen eine auffallende Härteund eine gesuchte Behandlung, welche durch ein übermässigdickes, körniges Impasto eher an gemeisselten Sandstein,als an menschliches Fleisch erinnern.
Die Bildnisse von E. Correns sind höchst elegant ge-malt, ohne dass diese Eleganz über das Maass geht, obgleichsie die Grenze desselben streift. In Beziehung auf freie,sichere meisterhafte Behandlung hat der Künstler in dendrei Jahren, welche zwischen den beiden allgemeinen Aus-stellungen liegen, noch Fortschritte gemacht.
In zwei grossen Portraits in ganzer Figur und reicherUmgebung, das eine einen baierischen Staatsmann, dasandere den Kölner Dombaumeister Zwirner darstellend, istdie Farbe, die Behandlung, die Zeichnung, die Modellirung,