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die Darstellung des Stofflichen und die Schönheit und Har-monie des Ganzen nicht genug zu loben, indessen dürftevielleicht eine weniger prätentiöse Erscheinung der Per-sonen, welche sich etwas gar zu absichtlich zur Schaustellen (ils posent trop würde ein französischer Kritikerunübersetzlich sagen), etwas mehr Freiheit, etwas mehr Un-befangenheit, den Bildern viel mehr Reiz und Wahrheitgeben.
Bei den Damenbildnissen des Künstlers ist mir dieseAbsichtlichkeit der Erscheinung nicht aufgefallen, sie sinddurchaus vortrefflich.
Anreihend an die letzteren, habe ich eines schönenDoppelbildnisses von A. Graefle in München zu erwähnen,sowie äusserst anziehende Portraits von Georg Corniceliusin Hanau (früher in Frankfurt a. M.) und vortreffliche weib-liche Bildnisse von Karl Gugel in München und J. Scholzin Dresden.
So verdient auch das derb und meisterhaft gemalteReiter - Portrait des Feldmarschalls Radetzky von FranzAdam in München alles Lob; so das Portrait des Ministersvon Bethmann-Hollweg von Oscar Begas in Berlin, so dieBildnisse von Aristides Oeconomio in Wien, welche charak-teristisch aufgefasst und einfach, anspruchslos, aber meister-haft gemalt ^sind, .so wie die von J. M. Aigner eben dort,und einige Bildnisse von L. Krevel in Köln. Frau MarieWiegmann in Düsseldorf ist in ihren Bildnissen immer aus-gezeichnet, besonders möchte ich ein Bildniss eines Knabenanführen, welches durchaus an van Dyk erinnert; freilichmag eine Reminiscenz von einem bekannten van Dyk'-schen Bilde der vortrefflichen Künstlerin dabei vorgeschwebthaben.
Sehr tüchtige Kunstwerke sind auch die Portraits vonJ. Bernhardt in München, welche mit schlichter fleissigerBehandlung grosse Aehnlichkeit verbinden.
Zum Schluss nenne ich hier noch zwei Meister, welcheauf dem Gebiet der Portraitmalerei unbestritten als solche
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