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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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nur gewählt, um Gelegenheit zur Entfaltung eines reichenFarbenspiels und einer geschickten Stoffmalerei zu geben.

Bilder aus der Zopf- und Perrückenzeit, welche derKünstler malte, zeigen die Absicht unverhüllter.

Reiche, manchmal schreiend bunte Farbe, geschickteBehandlung zeigt sich in allen diesen Bildern mehr oderweniger, indessen muss in jeder Kunst, wer als Virtuosewirken will, die allerhöchste Meisterschaft besitzen; nur einegeringere Stufe unter der höchsten Höhe, und der Werthder Leistung ist unendlich verringert.

Es ist mit dem Virtuosenthum, wie mit der Taschen-spielerei; wenn wir noch sehen können, wie das Kunststückgemacht wird, so reizt es uns nicht mehr; wir wissen zwarauch bei dem Geschicktesten, dass der Mann nicht zaubernkann, es muss aber scheinen als könnte er es.

Ein grosser Colorist, aus der belgisch - französischenSchule hervorgegangen, ist Hausmann senior aus Hanau,auf den man Dasselbige anwenden kann, was ich überHenneberg sagte. Nur tritt bei ihm manchmal die belgischeSchulmalerei in ausgebildeterer Weise zu Tage. Die Farbeist meistens höchst kräftig und wirkungsvoll, man merktaber gar zu sehr die Absicht des Künstlers, der Effectmachen will und weiter nichts. In einigen Bildern trittzu diesem gesuchten und gesteigerten Colorit noch einemanieristische Behandlung hinzu, die eine Nachahmung übel-verstandener französischer Muster ist und die auch nochbei anderen Künstlern in anderen Fächern sich zeigt; eineflaue formlose Scheinmalerei, freilich, Steifheit und Trocken-heit ist nicht erfreulich, das Gegentheil in seiner Ueber-treibung wahrlich auch nicht.

Indessen bleibt es schwer, bei dem unermesslichenWettstreit in einer ausgebildeten Kunst-Epoche nicht auchauf Seltsamkeiten und falsche Wege zu gerathen; des Künst-lers Leben ist nicht einseitig, es ist nicht genug, dass erschaffe, er bedarf eines Empfängers seines Werkes sowohlgeistig,'wie materiell, er muss ein Publicum finden, und so

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