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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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denn das wüste alterthümliche Laboratorium und die labo-rirenden Chemiker sind immer eine eigenthümliche Er-scheinung.Die Conversation" aber undSpaziergang inVersailles" undEin Mann im Costume des 17. Jahrhundertsin einem Briefe lesend" können nur durch die Vortrefflich-keit der malerischen Darstellung wirken.

Es ist bezeichnend, dass die Maler, welche der Kunst-richtung vom Ende des vorigen Jahrhunderts folgen, sogern und fast ausschliesslich Scenen aus dieser Zeit zuGegenständen ihrer Darstellungen wählen.

Sitte, Costume, Architektur dieser Zeit, alle gleichcoquett, geben die beste Gelegenheit zu coquetter Dar-stellung, zu reizenden pikanten Erscheinungen. Ich würdedem Maler der Bilder, von denen ich spreche, Unrechtthun, wollte ich seine Malerei als eine bloss reizende undpikante darstellen; sie genügt jeder Anforderung an Zeich-nung, Farbe und Behandlung im vollsten Maasse; jederStoff ist höchst charakteristisch dargestellt, die Gesammt-wirkung ist sehr malerisch, die Farbe ist höchst klar undreich, und die Behandlung meisterhaft, genug, Herr v. Hagnist ein Virtuose im besten Sinne.

Eduard Ender in Wien, den ich bereits vorher erwähnthabe, verfolgt dieselbe Richtung wie Karl Becker in Berlin,doch mit geringerer Virtuosität und nicht so ganz aus-schliesslich; manche seiner Bilder machen Ansprüche aufeine höhere Bedeutung, als die blosser Conversationsstückeund schön behandelter Malerei, so zum Beispiel das vor-erwähnte BildFranz I. in der Werkstatt des BenvenutoCellini",Eine Scene aus dem dreissigjährigen Krieg",Copernicus in seinem Studirzimmer",Torquato Tasso amHofe von Ferrara",Humboldt und Bonpland auf der Reise".Es ist aber mit Ausnahme der beiden erstgenannten Bilder,von denen die Scene aus dem dreissigj ährigen Kriegeübrigens als Composition auch nicht bedeutend ist, mitdiesen Gegenständen nur Schein und Vorwand, sie sind