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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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in Köln 1861 ausgestellt waren, zeigten dieses oft bewährteTalent nicht in günstigster Weise. Der feine Ton diesermehr landschaftlichen Bilder kam nicht zur Geltung durchdie schwere, überall gleich starke, und für so kleine Bilderübermässig stark impastirte Behandlung.

Sehr lebendig, frisch von Farbe und sehr gelungen inBezug auf die landschaftliche Stimmung in Licht und LuftsindDie Schlittschuhläufer", von W. Striowsky in Danzig;ein grösseres Bild desselben Künstlers:Der kleine slowa-kische Drahtbinder" ist wohl für den nichtssagenden Gegen-stand zu gross, wenn auch der Ausdruck der Kinder rechtanmuthig ist; ein drittes Bild, worin wir sehr barbarischeAnwohner der Weichsel tanzen sehen, ist für mich ohnealles Interesse; hässliches, schmutziges Gesindel, welchessich in ungeschlachter Weise ergötzt, mit Kunst und Fleissdargestellt, welche besser an erfreulichere Gegenstände ver-wandt worden wären.

Cäsar Willich in Rom hat eine Wäscherin aus derUmgegend von Rom in Lebensgrösse in einem übergrossenBilde dargestellt, eine Figur, welche in kleinerem Maass-stabe vielleicht nicht ohne Anmuth wäre, in diesem aberziemlich geschmacklos erscheint. Einzelne Studien nachrömischen Modellen, von demselben Künstler, sind gut ge-malt und es zeigt sich darin ein eifriges Bestreben, Schatten-effecte zu studiren.

Geschichtsmalerei in dem Sinne, wie die moderne Kunstdiese auffasst und behandelt, ist von der Genremalereikaum zu unterscheiden. Schilderungen historischer Zuständekönnen oft sehr wohl zu den Geschichtsbildern gezähltwerden, auch wenn sie nicht gerade bestimmte Personenund Momente darstellen, und mancheDarstellung histo-rischer Personen und Momente übersteigt doch nicht dieStufe des gewöhnlichen Genre; die Auffassung und diegrössere oder geringere Bedeutsamkeit, welche die Dar-