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Stellung dadurch gewinnt, möchte darüber wohl allein ent-scheiden.
So habe ich keinen Anstand genommen, Czermak'sScene aus dem dreissigjährig-en Kriege, obgleich darinweder ein bestimmter Moment noch bestimmte Personenerscheinen, zu den Geschichtsbildern zu zählen, während ich„Gutenberg und Fust mit dem ersten Abdruck der Psal-men" von Hermann Brücke in Berlin und „Die erste Lesungvon Schiller's Räubern" von Th. von Oer in Dresden Genre-bilder nennen möchte. Es scheint mir, als ob in dem erst-genannten Bilde die Wirkung des Lampenlichtes wohl dasHauptaugenmerk des Künstlers gewesen sei, und diese istrecht wohl gelungen. In dem zweiten Bilde ist eine be-kannte Anekdote aus Schiller's Jugendzeit zur Darstellunggebracht. Die Schüler der Karlsschule horchen der Vor-lesung des begeisterten jungen Genossen, der ihnen seingewaltiges Erstlingswerk vorträgt, der Herzog' aber über-rascht sie bei ihrem ganz, reglementswidrigen Gebahren.Lebendig und charakteristisch ist die nächtliche Scene dar-gestellt, doch lässt sie eine klarere und weniger schwarzeFärbung wünschen. „Raub venetianischer Bräute durchCorsaren" von Karl Blaas in Wien, eine Begebenheit ausder ältesten Geschichte von Venedig, zeigt einen Künstler,welcher mit den Darstellungsmitteln frei und gewandt zuschalten versteht, das Bild aber ist trotz des Gegenstandesnicht ergreifend; es ist bei allem Mord und Todtschlagkein rechter Ernst darin. „Scenen von den Barricaden-kämpfen in Wien" von Fritz LAllemand in Wien wärennach meinem Gefühle besser nicht gemalt worden; wirhaben wohl nach keiner Seite hin uns über die Begeben-heiten dieser Zeit zu freuen und sollten lieber den Schleierdes Vergessens darüberziehen, als sie durch die Kunst zuverherrlichen suchen.
Ein grösseres Bild von Steffeck in Berlin: „Die Qui-tzow's treiben den Berlinern die Heerden fort", ist eine ganzgute Schilderung mittelalterlicher Rauf- und Raubscenen;