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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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Zeichnung und Modellirung, die klare, bestimmte Farbe,der feine Gesammtton und die elegante,- sichere Malereimachen diese kleinen Bildchen sehr bemerkens- undschätzenswerth.

Zigeunerscenen, theilweise in grösserer landschaftlicherUmgebung malte Adolf Schönn in Wien, worin die Farbeund die Behandlung den Einfluss belgischer Meister zeigt.Der Ton des Landschaftlichen ist häufig in etwas ge-suchter Weise gehalten.

Des Gegenstandes wegen nenne ich hier anschliessendzwei Bilder von H. Rüstige in Stuttgart und Georg Corni-celius in Frankfurt a. M.

H. Rüstige in Stuttgart erzählt uns in seinemwieder-gefundenen Kind" eine Geschichte von einem Knäbchen,welches, durch Zigeuner entführt, von seiner Mutter wieder-erkannt wird. Es ist eine Scene, welcher das Interessenicht mangelt, und einige Figuren zeigen feine und charak-teristische Züge; besonders ist das Knäbchen, welches dieEltern nicht gleich erkennt, sehr gelungen; es ist jedochauch vieles Gleichgültige in dem Bilde, welches den Ein-druck desselben schwächt.

Musicirende Kunstreiter-Buben" von Georg Corniceliusin Frankfurt dürfte wohl hauptsächlich im Hinblick aufFarbe und malerische Wirkung componirt sein, es ist, alshätte sich der Gegenstand aus zufälligem Zusammentreffender Modelle gebildet. Die Farbe und Wirkung des Bildesaber ist vortrefflich, die Behandlung breit und meisterhaftund auch der lebendige Ausdruck in den Physiognomieender Buben sehr zu loben.

Eduard Stückelberg in Basel ist in seinemMarientagim Sabinergebirge" in dem Streben nach kräftigem Coloritwohl etwas zu weit gegangen; es fehlt bei diesen über-kräftigen Localtönen an dem vermittelnden Einfluss der Luft.

Seltsam durch eine Behandlung, welche, ängstlich glatt,scharf contourirt und im Ganzen unmalerisch, an die erstenAnfänge der Düsseldorfer Schule erinnert, erscheint:Hans