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ein junges Dienstmädchen erscheint, das vermuthlich einglückliches Loos gezogen hat und welchem ein eleganterBedienter den Hof macht; die übrigen Personen äussernsich in verschiedener Weise in ihren Hoffnungen getäuschtund verdriesslich, einige nicht ohne Beziehungen auf dieHauptgruppe. Schärfere Charakteristik zeigt sich in diesemBilde, während in dem anderen mehr Gewicht auf die Farbeund die Eleganz der Behandlung gelegt ist. — Wenigerbedeutend durch die Farbe und Malerei, aber ansprechenddurch lebendigen Ausdruck ist „Der Findling" von Ferd.Malitzsch; eine sehr sonderbare Scene zeigt uns E. Ritterin dem „kranken Musikanten", welcher ersichtlich in einemhohen Stadium der Schwindsucht, trotz aller Protestationenseiner Frau, des Arztes und des Nachbars, im Bette dasWaldhorn spielt; man weiss nicht recht, welchen An-theil man an dieser sorgfältig dargestellten Begebenheitnehmen soll.
Leopold Löffler in Wien stellt uns in dem Bilde „Un-gewohnte Beschäftigung" einen alten Musicus vor, der ver-gebens bemüht ist, eine Nadel einzufädeln, um seinenStrumpf zu flicken. Neu ist der Gegenstand nicht, abermit viel Feinheit und gesunder Komik dargestellt. „Dasgeängstigte Kind", wo der von der Jagd heimgekehrteVater dem Kleinen auf dem Schoosse der Mutter bangemacht, ist besonders durch den lebendigen Ausdruck derPhysiognomie und durch die sorgfältige naturgetreue Durch-führung anziehend. Aehnlich in der humoristischen Auf-fassung der vorgenannten Bilder ist eine kleinere, spätereArbeit des Künstlers: „Der Labetrunk", in welchem einalter Dorfschulmeister während der Schulpause sich miteinem Glase Wein erfrischt, wobei ihn die Buben durch'sFenster belauschen. Gut gemalt ist auch „Die freundlicheBewirthung", eine einfache Darstellung.
Drei kleine Bilder von C. A. Pettenhofen in Wienstellen uns Scenen aus Ungarn mit grösster Naturwahrheitund in meisterhafter Behandlung vor. Die feste, feine