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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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habt; auch will ich nicht mäkeln an einem in der Haupt-sache so warm und freudig empfundenen und sehr gutdurchgeführtem Bilde. Unwillkürlich erinnere ich mich beiBöttcher's Rheinbilde an Schrödter's Darstellung gleichenInhalt's, sein „Rheinisches Wirthshaus". Mehr als zwanzigJahre liegen zwischen der Entstehung dieser beiden Bilder,beide sind der Wirklichkeit entnommen, schildern dasselbeTreiben, und wie sind sie verschieden!

O rheinische Romantik, wo bist du geblieben! Es istwirklich noch zu viel Romantik in Böttcher's Bild für eineDarstellung rheinischen Lebens aus dem Anfang der sech-ziger Jahre; gab es damals wirklich noch solche Wirths-häuser, wie das, unter dessen Weinlaube jene Malergesell-schaft zecht? Auf solch' trauliche Winkel, wie in Schrödter'sBild wollen wir ganz resigniren! Und doch heute, nachmehr wie zwanzig Jahren, wo fast alle Ruinen restaurirt,fast alle Weinschenken Hotels geworden sind und fast allealten Häuser und Häuschen hübsch verputzt und weiss ge-kalkt sind, muthet uns Böttcher's Bild ebenso wunderbarpoetisch und romantisch an, wie damals Schrödter's.

In Christian Böttcher's „Die Heimkehr vom Schulfeste"ist es hauptsächlich der Gegenstand und die seelenvolleAuffassung desselben, was dem Bilde einen allgemeinenBeifall verschafft hat. Der alte Schulmeister, welcher mitden Kindern durch den Wald ziehend die Flöte bläst,wozu die Kinder singen, ist eine wirklich rührende Figur,eben so harmlos und unschuldig wie die kleine Truppe,welche er anführt und die sich gar anmuthig und charak-teristisch darstellt; die Scene ist lieblich und erfreulich, esweht uns an aus diesem Bilde wie Erinnerung aus derglücklichsten Zeit, aus den Kinderjahren. Das Bild ist nichteben brillant gemalt, ein wenig hart und trocken, jedenfallsaber genügend meisterhaft, um seinen Gegenstand voll-kommen vor Augen zu stellen.

In Ed. Geselschap's Bildern verbindet sich eine feineAuffassung gemüthlich anmuthiger Gegenstände mit einem