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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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durch eine lebhaftere Erscheinung in Farbe und Wirkungmehr in's Auge fällt.

Anreihend zu erwähnen sind hier, weil es unmöglichist in dieser gedrängten Form über jedes gute Bild aus-führlich zu berichten: „Eine Bauernhochzeit" von FranzKels, welche besonders durch die schöne Farbe ausgezeich-net ist, C. Schlesingers „Fahrt zum Sterbenden", A. Nor-denberg's „Organist in einer Dorfkirche" und TheodorMaassen's „Franziscanermönche auf dem Orgelchor ihrerKirche".

Christian Böttcher in Düsseldorf hat ein etwas anderesKunstgebiet, als die bisher angeführten Genremaler; inseinen Bildern herrscht ein gewisser romantischer Zug vorund zugleich ein Streben nach einer idealen Veredlung derForm, welches aber nicht recht zur Herrschaft und Gel-tung kommt.

Es ist gewiss recht schwierig, Figuren und Erschei-nungen aus dem gewöhnlichen Leben in einer edleren Formdarzustellen, ohne die überzeugende Wahrheit und Wahr-scheinlichkeit einzubüssen; es ist meines Wissens nur sehrwenigen Künstlern und diesen doch nie ganz gelungen.

Unter Böttcher's Bildern zeichnet sich vor Allem „DerAbend am Rhein" aus, ein Bild, welches selbst aus Be-geisterung für das schöne Rheinland und das Leben darinhervorgegangen, nicht verfehlen konnte, besonders imRheinlande vielfachen Beifall zu finden. Bei seinem erstenErscheinen hat ein rheinischer Dichter über dieses Bildeinen begeisterten Aufsatz geschrieben, und in der Thatverdient das Bild alles Lob, indessen, scheint mir, das rechteigentliche Wesen des Rheinlandes ist doch nicht darindargestellt; Volks- und Landesart zeigt sich eigentlich nurim Hintergrunde und in untergeordneten Nebengruppen,die Hauptrolle spielen die nicht einheimischen, die Frem-den — oder besteht das eigentliche Leben und Treiben desRheinlandes etwa nur noch in dem Fremdenverkehr? Eswäre möglich, und so hätte der Künstler doch recht ge-