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eine frische Farbe und eine leichte, gewandte, mitunteretwas flüchtige, aber immer meisterhafte Behandlung.
Hubert Salentin in Düsseldorf schildert in seinen Bildernmeistens Gegenstände, welche dem ländlichen Leben undTreiben entnommen sind. Die Bilder des Künstlers zeigenoft einen glücklichen, gemüthlichen Humor, sind sehr an-muthig aber ohne eigentlich tiefere Bedeutung. Er hat inder „Predigt eines Eremiten" ein tüchtig gezeichnetes und gutgemaltes Bild geliefert, welches in zahlreichen und charak-teristischen Figuren ein gewisses psychologisches Interesseerweckt. Es sind schwarzwälder Bauern in ihrem maleri-schen Costume, die in einer Eremiten-Kapelle der Predigtdes Einsiedlers horchen und auf welche diese einen sehrverschiedenen Eindruck hervorbringt.
In der „Katechisation" zeigt der Künstler eine ihmsonst nicht immer eigene, sehr feine Charakteristik in denKinderphysiognomieen, die fast an Aehnliches von Vautiererinnert. „Kinder, welche Hochzeit spielen", ist ein Lieb-lingsbild des Publicums, besonders der Damen geworden,und man muss gestehen, es ist eine höchst anmuthige,heitere Scene. In dem „Heirathsantrag" bildet ein höchstläppischer Bauernbursche die lächerliche Hauptperson gegen-über von zwei derben lachenden Bauerndirnen.
Fi I^klj^niaj^njDj^s^klprf) hat in seinem „Schul-examen" ein allerliebstes Bildchen geliefert, worin ein gut-müthiger Humor sich mit sehr feinem physiognomischenStudium verbindet; ein sonst sehr unscheinbares kleines„Genrebild" desselben Künstlers zeigt uns einen altenSchäfer, welcher zwei Kindern Geschichten von einerBurgruine erzählt; es liegt in diesem schlichten Bildchenetwas eigenthümlich Ahnungsvolles. Des bekannten Künst-lers poetisches Talent tritt in so schlichter Form auf, dasses weniger bemerkt wird, wie es verdient; seine glück-lichen Lösungen sehr schwieriger Aufgaben haben mehrwirklichen künstlerischen Werth, wie manches Andere, das