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nähme wie „Die Haugianer". „Der verwundete Bärenjäger",ein grösseres, sehr gut gemaltes Bild, ist eine lebendigeund interessante Scene.
Es geht durch Tidemand's Bilder häufig ein senti-mentaler Zug, welcher mir mit der derben Natur des dar-gestellten Volkes nicht ganz im Einklang zu stehen scheint.
Karl Hübner gehört gleichfalls zu den Novellisten derDüsseldorfer Schule, wenn auch dies nicht in allen seinenBildern hervortritt. Ariele seiner Werke haben dabei eineArt von moralisirender Tendenz; sie deuten auf socialeUebelstände, und diese Bilder sind es hauptsächlich, welcheden Ruf des Künstlers begründet haben, namentlich dieberühmten politisch - socialen Tendenzbilder „Die schlesi-schen Weber", das Jagdrecht", „Die Verlassene" und an-dere, welche seiner Zeit so viel von sich reden und streitenmachten.
„Die Verlassene" erzählt uns eine Liebes- und Leidens-geschichte. Ein junges Mädchen an der Wiege ihres Kin-des sieht durch's Fenster den ungetreuen Vater desselbenmit Damen seines Standes vorüberreiten und wirft sichtrostlos in die Arme ihrer bekümmerten Mutter. DieserGegenstand ist in dem Bilde mit Feinheit dargestellt; viel-leicht würde es noch rührender sein, wenn die arme Ver-lassene etwas weniger Eleganz hätte; in der bescheidenenUmgebung der Försterswohnung, worin wir sie finden, er-hält sie dadurch ein gewisses faux air, etwas Maitressen-artiges. Aber wer wird mit dem Künstler über der-gleichen rechten wollen? steht es doch bei ihm, was er unserzählen will.
„Die unerwartete Heimkehr der Söhne" und „Der Be-such des jungen Seemannes" sind zwei Darstellungen fastdesselben Gegenstandes; Familienscenen voll gesundenGefühls.
Hervorragende Werke des Künstlers sind auch „DerWucherer" und „Der Abschied der Auswanderer von denGräbern der Ihrigen". Alle Bilder von Hübner zeigen