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Mutter und das Schwesterchen am frühen Morgen, nacheiner mit wüsten Gesellen durchtrunkenen und durchspieltenNacht, aus der Schenke holen. Es ist viel Gefühl und in-niger Ausdruck in diesem gut gemalten Bilde; besser nochin Bezug auf seine Durchführung und eleganten Vortragist ein kleines Bildchen, worin ambulante Musikanten ihrenVerdienst theilen. Tüchtig und meisterhaft gemalt ist auchseine „Einquartierung französischer Soldaten", doch zeigtdieses Bild einen gewissen trivialen Humor.
Unbedeutender als die genannten ist „Der Liebesbrief".Zwei Mädchen lesen heimlich einen Brief und ein Burschebelauscht sie dabei.
Einige Verwandtschaft in der Auffassung und Behand-lung mit den ebengenannten zeigen Bilder von HannoRhomberg „Der Jongleur", „Der Vogelfänger" und „DerBauer bei einem Dorfmaler", sowie die Werke von K. vonEnhuber in München. Bilder voll Leben und Charakter,interessant durch eine Komik, welche manchmal burleskwird. Der täppische Vater, welcher das in der Falle ge-fangene Vögelchen herauszuholen sucht, während die Bubenebenso täppisch zusehen, ist von einer gewissen albernenLächerlichkeit; „Der Jongleur" ist eine der Natur höchstgenau abgelauschte Scene, indessen von weniger, und indem armen Künstemacher etwas bemitleidendem Interesse.
Rhomberg's „Bauer bei einem Dorfmaler" ist ein un-gemein lustiges Bild. Ein alter Bauer hat ein Ex votooder dergleichen bei einem Dorfkünstler bestellt; das Werkist fertig und soll bezahlt werden, und die Miene des Be-stellers, der den Beutel zieht, wie des achselzuckendenKünstlers, welcher demonstriren will, dass ein solches Werknicht billiger hergestellt werden kann, ist ebenso sprechend,wie komisch. Auch Paul Martins „Spielende Knaben" ge-hören noch hierher; die beiden Buben, welche auf die be-kannte Weise um Ostereier spielen und von denen der einepfiffig den andern, dümmeren überlistet, sind recht lebendig