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dargestellt, wenn auch die Malerei des Bildes etwas hartund trocken erscheint.
Wenn manche Bilder zu lehren scheinen, dass die- Ma-lerei sich selbst genug ist und keines poetischen Inhaltsfür ihre Werke bedarf, so beweist dieses, dass ein richtigund mit dichterischem Gefühl aufgefasstes Stückchen Men-schenleben und Natur gar oft wenig Aufwand von Dar-stellungsmitteln bedarf um allgemein zu ergreifen und zugefallen. Enhuber's „Unterbrochenes Kartenspiel" ist einhöchst ergötzliches Bild, in welchem ein derb spasshafterHumor sich mit grösster Feinheit der- Charakteristik undvollkommener malerischer Durchbildung verbindet. Es istdie alte Geschichte von der Herrschaft der werthen Frauenin etwas krasser Gestalt. In der Schenke haben vier wür-dige Dorfbewohner gekartet, der Schmied, der Müller, derSchreiner und der Schneider; da kommt des LetzterenEhehälfte, als rächende Nemesis, den Bummler suchen, der,statt zu arbeiten, im Wirthshaus sitzt, und der Schneiderkriecht unter den Tisch, um sich zu verbergen. Die dreiAnderen wollen zum Gelingen der Kriegslist helfen, manist bemüht, die Karten fortzuschaffen, und steckt sie einemreisenden Burschen zu, der im Fenster einen Imbiss ver-zehrt; der Schreiner deckt wie von ungefähr die Schürzeüber die Tischecke, der Schmied versucht gleichgültig zuscheinen und ein Stückchen zu-pfeifen, es will aber vorLachen nicht gelingen, er und der Müller stossen sich imGenuss des Spasses mit den Ellbogen an, und die Berüh-rung wirkt einiger Maassen stärkend auf Beide. Alleswürde gelingen, wenn nicht der Schneider einen Pantoffelund den Fingerhut verloren hätte, und wenn nicht derWirthsjunge in auffallender Weise sich bückte, um desSchneiders Thaten unter dem Tische zuzuschauen.
Was diese Scene vor dem Trivial-Burlesken, welchessie in der Erzählung hat, im Bilde bewahrt, ist die un-gemeine Durchführung der charakteristischen Einzelheiten,das nirgend überschrittene Maass des Natürlichen und Wahr-